APT45
Cyberkriminalität · Nordkorea
APT45 nutzt KI für Social Engineering und Schwachstellensuche
Im Register seit 11.08.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt APT45 KI?
APT45 setzt KI für Social Engineering sowie für die rekursive Analyse von Softwareschwachstellen auf mögliche Ausnutzung ein.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- APT45
- Branche
- Cyberkriminalität
- Land
- Nordkorea
- Funktion
- Cyberangriffe
- KI-Technik
- KI
- Ergebnis
- APT45 versandte laut Google Tausende repetitive KI-Anfragen zur Analyse von Sicherheitslücken.
Ausgangslage
APT45, auch als Anadriel bezeichnet, wird in den Quellen als nordkoreanische Hackergruppe eingeordnet. Die Gruppe wurde mit Cyberangriffen in Verbindung gebracht, die sich gegen Verteidigungshersteller und Ingenieurunternehmen in den USA und Südkorea richteten. Google berichtete über ein erhebliches Interesse staatlich unterstützter Akteure aus Nordkorea am Einsatz von KI, um bislang unbekannte Cybersicherheitslücken zu erkennen.
Für APT45 beschreiben die vorliegenden Auszüge zwei miteinander verbundene Einsatzfelder: Social Engineering und die Ausspähung von Schwachstellen. Damit steht die Gruppe im Kontext einer breiteren Nutzung generativer KI durch nordkoreanische Akteure für Angriffsoperationen.
Was das Unternehmen konkret macht
APT45 nutzt KI für Social Engineering und zur Analyse von Schwachstellen. Nach den vorliegenden Quellen setzte die Gruppe generative KI-Modelle, darunter ChatGPT und Google Gemini, zur Unterstützung von Hacking-Operationen ein. Die Modelle wurden dabei als funktionale Infrastruktur beschrieben, unter anderem für Social-Engineering-Kampagnen und das Prüfen von Softwareschwächen.
Google Threat Intelligence dokumentierte bei APT45 einen konkreten Ansatz zur Schwachstellensuche. Die Gruppe sandte Tausende repetitive Anfragen an große Sprachmodelle. Diese Anfragen analysierten unterschiedliche Cybersicherheitslücken rekursiv daraufhin, ob sie sich ausnutzen lassen.
Technik & Ansatz
Google bezeichnete das Vorgehen als rekursives Prompting. Dabei werden Anfragen in hoher Zahl wiederholt und systematisch variiert, um bekannte Software-Schwachstellen zu untersuchen. Laut der Beschreibung zielte APT45 darauf, zu prüfen, ob vorhandener Exploit-Code gegen die jeweiligen Schwächen tatsächlich funktionieren könnte.
Der Ansatz verbindet die Analyse bekannter Lücken mit einer wiederholten Bewertung möglicher Ausnutzungswege. Google stufte die Aktivität als einen ausgefeilten Ansatz zur Nutzung von KI in der Schwachstellenforschung ein. Der Bericht verwies zugleich darauf, dass Akteure aus Nordkorea Interesse daran zeigten, zuvor unbekannte Sicherheitslücken aufzuspüren.
Neben der Schwachstellensuche nennen die Quellen Social Engineering als Einsatzbereich von APT45. Konkrete Inhalte, Zielpersonen oder einzelne Kampagnen von APT45 werden in den vorliegenden Auszügen jedoch nicht beschrieben.
Ergebnisse
Die belegte Kernaussage ist die hohe Zahl der KI-Anfragen: APT45 nutzte Tausende repetitive Prompts, um unterschiedliche Sicherheitslücken rekursiv auf mögliche Ausnutzung zu analysieren. Eine genaue Anzahl der Anfragen, konkrete identifizierte Schwachstellen oder erfolgreich eingesetzte Exploits nennt das Material nicht.
Google berichtete außerdem, dass es erstmals Angreifer identifiziert habe, die KI nutzten, um neue Schwachstellen zu finden und diese in großem Umfang auszunutzen. Der Auszug ordnet diese Feststellung dem Bericht über staatlich unterstützte Akteure aus Nordkorea und China zu; ein konkreter Erfolg dieser Art wird darin nicht ausdrücklich APT45 zugeschrieben.
Einordnung
Der Fall zeigt einen dokumentierten KI-Einsatz von APT45 in zwei Angriffsbereichen: Social Engineering und der systematischen Untersuchung von Softwareschwachstellen. Die rekursive Verarbeitung Tausender Anfragen ist dabei der am konkretesten beschriebene Teil des Vorgehens.
Die Quellen beschreiben KI in diesem Zusammenhang als Unterstützung für wiederholbare Analyseaufgaben in Hacking-Operationen. Aussagen zu Umfang, Dauer oder Wirkung einzelner APT45-Kampagnen lassen sich aus den vorliegenden Auszügen nicht ableiten.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
- ↗Kimsuky nutzt KI-Modelle für automatisierte Phishing-Angriffe - BornCity
- ↗North Korean AI Cyberattacks Surge with Advanced AI Tools - The Cryptonomist
- ↗Artificial Intelligence and State-Sponsored Cyber Espionage: The Growing Threat of AI-Enhanced Hacking and Global Security Implications - NY
- ↗N.K. hackers using AI to find cybersecurity blind spots, Google says - en.yna.co.kr
KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle.
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