Gründerszene sucht die Supergründer
Startup-Förderung · Deutschland
Gründerszene entwickelt Consumer-Apps mit KI
Im Register seit 23.08.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt Gründerszene sucht die Supergründer KI?
Gründerszene lässt acht Fellows in zehn Wochen mit KI eigene Consumer-Apps von der Idee bis zum ersten Produkt entwickeln.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- Gründerszene sucht die Supergründer
- Branche
- Startup-Förderung
- Land
- Deutschland
- Funktion
- Produktentwicklung
- KI-Technik
- Verschiedene KI-Modelle
- Ergebnis
- 10 Wochen, 8 Teilnehmende und 4 konkrete Anwendungen im beschriebenen Fall
Ausgangslage
„Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Startup-Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln in Berlin mit künstlicher Intelligenz Consumer-Startups, von der Idee bis zum ersten Produkt. Die Teilnehmenden arbeiten gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus und werden von Unternehmern, Investoren und Experten begleitet. OpenAI, Vercel, Dash0 und DHL unterstützen das Programm mit Technologie, Know-how und Mentoring.
Der konkrete Einsatz von KI wird am Beispiel von Klaas Wibker beschrieben. Der 23-Jährige studiert Jura in Leipzig und hatte nach eigenen Angaben zunächst keine Ahnung vom Programmieren. Angeregt durch Aussagen des Claude-Code-Mitentwicklers Boris Cherny beginnt er, selbst Anwendungen zu entwickeln. In den sechs Monaten danach baut er mehrere Apps und gründet ein Unternehmen mithilfe künstlicher Intelligenz.
Was das Unternehmen konkret macht
Im Sommercamp entwickelt Klaas Wibker „Contentmarkt“. Die Anwendung soll Menschen zu Influencern machen und Unternehmen mit Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern zusammenbringen. Marken stellen Kampagnen mit einem festgelegten Budget auf der Plattform ein. Nutzerinnen und Nutzer produzieren passende Inhalte und werden abhängig von der Reichweite ihrer Videos bezahlt, bis das Kampagnenbudget aufgebraucht ist.
„Contentmarkt“ entsteht während des zehnwöchigen Fellowship-Programms. Das Produkt gehört damit zu den Consumer-Apps, die die Fellows im Programm von der Idee bis zum ersten Produkt entwickeln. Die App können Nutzerinnen und Nutzer inzwischen herunterladen.
Contentmarkt baut außerdem auf einer früheren Anwendung von Wibker auf. Zuvor entwickelte er „TomTravel“, eine Plattform für Flugbuchungen per Sprache. Nutzerinnen und Nutzer nennen ihr Reiseziel, woraufhin die App Verbindungen vorschlägt. Für den Start benötigte Wibker einen Partner mit IATA-Lizenz. Schließlich fand er einen britischen Anbieter, über den „TomTravel“ live gehen konnte. Contentmarkt war zunächst als Möglichkeit gedacht, Menschen auf Social Media für das Reiseportal werben zu lassen. Danach entwickelte Wibker daraus ein Angebot, das auch anderen Marken Kampagnen ermöglichen soll.
Technik & Ansatz
Die Fellows nutzen verschiedene KI-Modelle sowie die Tools der Programmpartner OpenAI, Vercel und Dash0. Wibker baute „Contentmarkt“ mit Codex von OpenAI. Sein Einstieg in die Anwendungsentwicklung begann mit einem Sprachassistenten. Er wollte mit dem Computer sprechen, statt zu tippen oder zu klicken. Der Assistent sollte antworten, Fragen durchdenken und Aufgaben am Computer lösen. Die erste Computerstimme klang nach seiner Einschätzung zwar sehr schlecht, funktionierte aber.
Seine erste KI-Anwendung war ein Regulierungsradar. Die Anwendung durchsucht automatisch die Webseiten von Bundestag, Bundesrat und Europäischem Parlament nach neuen Gesetzesvorhaben und Regulierungsvorschlägen. Anschließend erstellt die KI daraus einen Newsletter. Wibkers juristisches Studium und sein Praktikum in der Legal-Abteilung von Trade Republic bildeten den fachlichen Kontext für diese Anwendung. Bei Trade Republic beschäftigte er sich mit Produkt- und Regulierungsfragen.
Das Programm verbindet die Entwicklung der Anwendungen mit Begleitung durch erfahrene Unternehmer, Investoren und Experten. Die Reise der Fellows wird von Gründerszene mit Artikeln, Videos und Social-Media-Inhalten dokumentiert. Die daraus entstehenden Produkte gehören zu Axel Springer.
Ergebnisse
Im Fellowship entwickeln acht Teilnehmende innerhalb von zehn Wochen eigene Consumer-Apps. Für Wibker werden mehrere konkrete Anwendungen beschrieben: der Regulierungsradar, der Sprachassistent, die Flugbuchungsplattform „TomTravel“ und „Contentmarkt“. Bei „TomTravel“ gelang nach der Suche nach einem IATA-lizenzierten Partner der Livegang. „Contentmarkt“ können Nutzerinnen und Nutzer inzwischen herunterladen.
Wibker übernimmt im Verlauf der Entwicklung weitere Aufgaben. Er entwickelt Produkte, sucht Geschäftspartner, gewinnt erste Kunden und wirbt Nutzerinnen und Nutzer an. Aus dem Jurastudenten wird damit ein Gründer. Die Quellen nennen für „Contentmarkt“ keine Angaben zu Nutzerzahlen, Umsätzen oder weiteren Geschäftsergebnissen.
Einordnung
Der Fall beschreibt KI als Entwicklungswerkzeug für eine Person ohne vorherige Programmiererfahrung. Wibker nutzt sie, um Anwendungen in unterschiedlichen Bereichen zu bauen: Regulierung, Sprachinteraktion, Flugbuchung und Social-Media-Marketing. Im Fellowship wird dieser Ansatz auf acht ausgewählte Teilnehmende und die Entwicklung von Consumer-Startups in zehn Wochen angewendet.
Die Quellen belegen konkrete Produkte und Entwicklungsschritte, aber keine systematische Messung von Entwicklungszeit, Kostenersparnis oder Produktqualität. Ebenfalls nicht beschrieben werden die technischen Architekturen der Anwendungen oder die genaue Verteilung der Aufgaben zwischen den Fellows und den eingesetzten KI-Modellen.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
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