Jiuzhou Culture Media
Medien und Unterhaltung · China
Jiuzhou Culture Media produziert Kurzdramen mit KI
Im Register seit 06.09.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt Jiuzhou Culture Media KI?
Jiuzhou Culture Media nutzt selbst entwickelte KI-Werkzeuge, um Drehbücher in Videoszenen und fertige Kurzdramen zu überführen.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- Jiuzhou Culture Media
- Branche
- Medien und Unterhaltung
- Land
- China
- Funktion
- Content-Produktion
- KI-Technik
- selbst entwickelte KI-Tools
- Ergebnis
- 1.399 neue Dramen monatlich bis März 2026; 7 bis 10 Tage Produktionszeit und etwa 10.000 Yuan pro Mikrod drama
Ausgangslage
Jiuzhou Culture Media ist ein 2021 in Jiaxing registriertes Unternehmen für Kurzdramen. Nach den vorliegenden Quellen entwickelte sich das Unternehmen von der frühen Phase kostenpflichtiger Kurzdramen zu einem führenden Anbieter der Branche. Es produziert demnach jährlich nahezu 400 Dramen und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 4 Milliarden Yuan.
Die Umstellung auf KI beschleunigte sich nach der Veröffentlichung des Videogenerierungsmodells Seedance 2.0 durch ByteDance. Nach Darstellung der Quelle kann das Modell innerhalb von 15 Sekunden mehrteilige Bilder in Filmqualität erzeugen. Jiuzhou-Gründer Wang Jiacheng nahm diese Entwicklung nach eigenen Angaben früh wahr. Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2025 reduzierte das Unternehmen seine Produktionskapazität für Realfilme um mehr als die Hälfte. Das dadurch frei gewordene Budget wird für Gehälter von KI-Produzenten und Rechenleistung eingesetzt.
Was das Unternehmen konkret macht
Jiuzhou Culture Media nutzt selbst entwickelte KI-Werkzeuge, um Drehbücher in Videoszenen und fertige Kurzdramen zu überführen. Nach Angaben des Unternehmens entstehen die Szenen ohne Kameras, Sets und Schauspieler. Wang Jiacheng beschreibt dabei ein Arbeitsmodell, in dem eine Person die Aufgaben eines vollständigen Studios übernimmt.
Das Unternehmen baut dafür Personal auf, das Inhalte mit KI erstellt. Innerhalb von sechs Monaten wuchs die Belegschaft laut Quelle von 1.500 auf etwa 4.000 Beschäftigte. 80 Prozent der neu eingestellten Personen seien KI-Produzenten. Als Beispiel wird eine ehemalige Textilarbeiterin genannt, die nach ihrem Wechsel zu Jiuzhou in der KI-Film- und Fernsehproduktion arbeitete.
Jiuzhou verfolgt außerdem die internationale Verbreitung chinesischer Geschichten. Das Unternehmen will Geschichten aus Bereichen wie Kultivierung, Fantasy und Martial Arts mithilfe von KI direkt in mehrere Sprachen übertragen und im Ausland anbieten. Die CEO Zhong Jiaqi bezeichnete die internationale Darstellung solcher chinesischer Stoffe als einen künftigen Schwerpunkt.
Technik & Ansatz
Das Produktionszentrum von Jiuzhou wandelt nach Angaben der China Daily Skripte mit wenigen Klicks in Videoszenen um. Ein fertiges Mikrod drama entsteht dort in sieben bis zehn Tagen. Bei traditioneller Produktion habe die Herstellung ein bis zwei Monate gedauert. Die Kosten liegen laut Quelle bei ungefähr 10.000 Yuan je Drama, gegenüber zuvor mehreren hunderttausend Yuan.
Der Ansatz verbindet die KI-Werkzeuge mit einer stark standardisierten Produktion. Die Quelle beschreibt Jiuzhou deshalb als eine kontinuierlich arbeitende Content-Fabrik, die Videoprodukte stabil und effizient herstellt. Beim Rechtezugang setzt das Unternehmen nicht auf umfangreiche Übernahmen von Online-Literaturplattformen. Stattdessen investierte es in Dutzende kleinere Rechteinhaber, schloss Verträge mit mehreren Drehbuchunternehmen und baute eine kleine Online-Literaturwebsite auf.
Ergebnisse
Bis März 2026 gab Jiuzhou ein monatliches Produktions- und Ausstrahlungsvolumen von 1.399 neuen Dramen an. Brancheninsider bezeichneten diesen Vorsprung öffentlich als besonders groß. Die Belegschaft wuchs im beschriebenen Zeitraum von 1.500 auf etwa 4.000 Beschäftigte.
Beim Produktionszentrum werden eine Verkürzung der Herstellungszeit auf sieben bis zehn Tage und Kosten von ungefähr 10.000 Yuan pro Mikrod drama genannt. Zum Vergleich nennt die Quelle für die frühere traditionelle Produktion einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten und Kosten von mehreren hunderttausend Yuan.
Einordnung
Die vorliegenden Quellen belegen einen weitreichenden Einsatz generativer KI in der Kurzdramenproduktion bei Jiuzhou Culture Media. Sie belegen zugleich eine Verlagerung von Produktionsbudget und Neueinstellungen hin zu KI-Erstellung und Rechenleistung.
Das Geschäftsmodell ist auf Umfang, Geschwindigkeit und Kostenkontrolle ausgerichtet. Die Quellen nennen jedoch auch Grenzen: Bei inhaltlicher Tiefe und Markenwirkung sieht sich Jiuzhou gegenüber Langvideo-Plattformen und hochwertigen Marken nicht im Vorteil. Auf der Vertriebsseite ist das Unternehmen eng an große Plattformen gebunden, wodurch sein Verhandlungsspielraum begrenzt ist. Der Schwerpunkt des beschriebenen KI-Einsatzes liegt damit auf der skalierbaren Herstellung und mehrsprachigen Verbreitung von Kurzdramen, nicht auf einzelnen Stars oder einzelnen Phänomenproduktionen.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
- ↗AI tools help content creators boost efficiency - China Daily Global Edition
- ↗Top Short Drama Star at 30: Caught Three Major Trends but Decides to "Change Career" - 36Kr
- ↗Krypton Evening Post: Wuliangye Implements Price Stabilization Measures, Google Unveils Gemini 3.7 Flash Model, July Loan Interest Rates Rem
KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle.
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