Uhlmann Pac-Systeme

Uhlmann Pac-Systeme

Verpackungsmaschinenbau / Pharma Packaging · Deutschland

Unabhängig belegt

Uhlmann Pac-Systeme: KI-gestützte Assistenz und vorausschauende Wartung im regulierten Pharma-Packaging

Reifegrad: Pilot / Test

Im Register seit 21.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Uhlmann Pac-Systeme KI?

Uhlmann Pac-Systeme integriert KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette seiner Verpackungsmaschinen, von datengetriebenen Services und intelligenten Assistenzsystemen bis zu vorausschauender Wartung und KI-gestützter Fehlerkorrektur mit menschlicher Freigabe (Human-in-the-Loop).

Innovation / EngineeringKI-Integration entlang der Wertschöpfungskette: datengetriebene Services, intelligente Assistenzsysteme, vorausschauende Wartung, Fehlerkorrektur (Human-in-the-Loop)KI-Modelle, datenbasierte Systeme, nicht-deterministische Systeme

Auf einen Blick

Unternehmen
Uhlmann Pac-Systeme
Land
Deutschland
Funktion
Innovation / Engineering
KI-Technik
KI-Modelle, datenbasierte Systeme, nicht-deterministische Systeme

Ausgangslage

Uhlmann Pac-Systeme ist ein deutscher Hersteller von Verpackungsmaschinen für die Pharmaindustrie. Das Unternehmen bewegt sich damit in einem hochregulierten Umfeld, in dem GMP-Vorgaben und Validierungspflichten den Einsatz technischer Neuerungen erschweren. Gleichzeitig hat die Digitalisierung die Branche verändert: Systeme wie Electronic Batch Recording, SCADA-Software, Industry 4.0, Track & Trace und KI-Lösungen haben laut Unternehmensangaben inzwischen breite Anwendung im Pharma-Packaging gefunden.

Tanaro Schädler, Innovation Engineer AI & Data bei Uhlmann, beschreibt im Podcast „Packaging People“ die Ausgangslage: KI werde im industriellen Umfeld häufig missverstanden, einerseits überschätzt, wenn von vollständiger Automatisierung die Rede sei, andererseits unterschätzt hinsichtlich konkreter Alltagspotenziale. „Die KI ist aktuell nicht das Allheilmittel, aber durchaus ein sehr fähiges Werkzeug in gewissen Aufgabengebieten“, so Schädler.

Was das Unternehmen konkret macht

Schädler ist im Future Lab der Uhlmann Group tätig und beschäftigt sich dort mit der Integration von KI entlang der Wertschöpfungskette, von datengetriebenen Services bis zu intelligenten Assistenzsystemen. Konkret nennt er zwei Anwendungsfelder, die bereits umgesetzt werden oder in Entwicklung sind: vorausschauende Wartung sowie intelligente Fehlerkorrektur.

Da die regulatorischen Anforderungen im Pharmaumfeld den direkten Einsatz nicht-deterministischer Systeme erschweren, setzt Uhlmann auf sogenannte „Human-in-the-Loop“-Ansätze: KI liefert Empfehlungen, Entscheidungen werden jedoch weiterhin von Menschen überprüft und freigegeben. Vollständig autonome Verpackungsanlagen sieht Schädler kurzfristig nicht als realistisch, wohl aber eine zunehmende Teilautomatisierung über diese Ansätze.

Technik & Ansatz

Im Mittelpunkt steht die Verbindung klassischer Maschinenbaukompetenz mit modernen KI-Modellen. Schädler betont die Bedeutung von Daten und proprietärem Wissen im Maschinenbau als Grundlage für KI-gestützte Systeme. Der Human-in-the-Loop-Ansatz ist dabei nicht nur eine technische Entscheidung, sondern auch eine regulatorisch bedingte: Im GMP-Umfeld müssen KI-Empfehlungen nachvollziehbar und von qualifiziertem Personal abgenommen werden können.

Schädler hebt hervor, dass Offenheit und Neugier künftig zu den wichtigsten Fähigkeiten im Engineering gehören werden, angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich KI-Modelle weiterentwickeln: „Sehr viel von dem, was zum heutigen Zeitpunkt als unmöglich bezeichnet wird, ist in der nächsten Modellgeneration möglicherweise schon standardmäßig etabliert.“

Ergebnisse

Konkrete Kennzahlen zu den KI-Projekten werden in den vorliegenden Quellen nicht genannt. Uhlmann verweist allgemein auf seine langjährige Erfahrung im Software- und Digitalisierungsbereich: Das Unternehmen war nach eigenen Angaben eines der ersten, das eine vollständige Track-&-Trace-Lösung vom kleinsten verkaufsfähigen Einheit bis zur Palette mit nahtloser Anbindung an ERP- und MES-Systeme anbot. Darauf aufbauend wurden weitere Softwareprodukte entwickelt, um Sicherheit und Effizienz im Pharma-Packaging zu erhöhen.

Einordnung

Der Ansatz von Uhlmann steht exemplarisch für die Herausforderungen, mit denen KI im regulierten Maschinenbau konfrontiert ist: Technologische Möglichkeiten müssen mit Validierungspflichten und Haftungsfragen in Einklang gebracht werden. Der Human-in-the-Loop-Ansatz ist dabei kein Provisorium, sondern eine bewusste strategische Entscheidung. Schädler fasst die Unternehmenshaltung zusammen: KI sei kein Allheilmittel, aber ein leistungsfähiges Werkzeug, sofern Technologie, Daten und regulatorische Anforderungen intelligent zusammengeführt werden.


Quellen

Unabhängig belegt

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