Vacom GmbH

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Fertigung/Produktion · Deutschland

Unabhängig belegt

Vacom GmbH: KI übernimmt Fertigungsplanung

Reifegrad: Im Einsatz

Im Register seit 22.06.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Vacom GmbH KI?

Vacom GmbH setzt KI als zentrales Element in der Fertigungsplanung ein, um die Masse an Informationen zu verarbeiten, die menschliche Planer nicht mehr vollständig abbilden können.

ProduktionsplanungKI-gestützte FertigungsplanungKI-basiertes APS/MES

Auf einen Blick

Unternehmen
Vacom GmbH
Branche
Fertigung/Produktion
Land
Deutschland
Funktion
Produktionsplanung
KI-Technik
KI-basiertes APS/MES

Ausgangslage

In der deutschen Fertigungsindustrie klafft eine deutliche Lücke zwischen dem allgemeinen KI-Hype und der tatsächlichen Nutzung im Produktionsbetrieb. Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2025 setzen zwar 88 % der Unternehmen KI im Kundenkontakt ein, aber nur 20 % direkt in Produktionsabläufen. Als Haupthindernisse gelten technische Komplexität, Fachkräftemangel und fehlende Akzeptanz im Betrieb. Eine Fraunhofer-Studie von 2024 stellt zusätzlich fest, dass KI-Lösungen häufig nur punktuell eingesetzt werden, weil das digitale Fundament fehlt.

Ein grundlegendes Problem dabei ist die Datenqualität: Das sogenannte GIGO-Prinzip („Garbage In, Garbage Out") besagt, dass selbst leistungsfähige KI-Systeme unbrauchbare Ergebnisse liefern, wenn die Eingangsdaten unzureichend sind. Für die Fertigungsplanung bedeutet das, dass Sensordaten ohne Zeitstempel oder Maschinenbezug für KI-Anwendungen wertlos sind.

Was das Unternehmen konkret macht

Vacom GmbH hat KI als zentrales Steuerungselement in der Fertigungsplanung eingeführt. Kevin Mahler, COO bei Vacom, beschreibt den Stellenwert der Technologie direkt: „Die KI kann die Masse an Informationen in der Fertigungsplanung viel besser abbilden als der Mensch. Bei uns im Unternehmen ist das unabdingbar, die KI ist unser wesentliches Element in diesem Zusammenhang."

Konkret übernimmt die KI Aufgaben, die aufgrund ihrer Informationsdichte für manuelle Planung nicht mehr handhabbar sind. Produktionsleiter geben Prioritäten vor, die KI plant auf dieser Grundlage in Echtzeit.

Technik & Ansatz

Technische Voraussetzung für den KI-Einsatz ist eine valide und strukturierte Datenbasis. Im beschriebenen Ansatz fungiert ein Manufacturing Execution System (MES) als zentrales Nervensystem: Es verbindet den Shopfloor mit der ERP-Ebene und vereinheitlicht unterschiedliche Maschinenprotokolle und Legacy-Systeme. Ergänzt wird dies durch eine Manufacturing Integration Platform (MIP), die KI als organischen Teil des Produktionsprozesses einbindbar macht.

In Kombination mit einem Advanced Planning and Scheduling System (APS) ermöglicht die KI unter anderem:

- **Adaptive Produktionsplanung:** Die KI berücksichtigt neben Aufträgen auch Maschinenzustandsdaten, Werkzeugeinsatz und Materialflüsse in Echtzeit. - **Personaleinsatzplanung:** Qualifikationen und Verfügbarkeiten der Mitarbeitenden fließen in die Planung ein. - **Szenarien-Vergleiche:** Neue Planungsszenarien lassen sich simulieren und vergleichen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.

Einordnung

Das Beispiel Vacom steht für einen Ansatz, bei dem KI nicht als isoliertes Werkzeug eingeführt wird, sondern auf einer durchgängigen Dateninfrastruktur aufsetzt. Der COO benennt die KI ausdrücklich als unverzichtbares Element, nicht als Ergänzung, sondern als Kernbestandteil der Fertigungsplanung. Quantifizierte Ergebnisse wie Produktivitätssteigerungen oder reduzierte Planungszeiten sind aus dem vorliegenden Material nicht belegt.


Quellen

Unabhängig belegt

Von einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.

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