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Westeifel Werke

Werkstatt für Menschen mit Behinderung · Deutschland

Unabhängig belegt

KI-Prüfung für Schrauben und Dichtungen

Reifegrad: Pilot / Test

Im Register seit 30.10.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Westeifel Werke KI?

Die Westeifel Werke erproben in Gerolstein einen KI-gestützten Kameraarbeitsplatz, der montierte Schrauben und Dichtringe auf Montagefehler prüft.

QualitätskontrollePrüfung montierter Schrauben und DichtungenKI-gestützte Bild-/Kameraerkennung

Auf einen Blick

Unternehmen
Westeifel Werke
Branche
Werkstatt für Menschen mit Behinderung
Land
Deutschland
Funktion
Qualitätskontrolle
KI-Technik
KI-gestützte Bild-/Kameraerkennung
Ergebnis
Rund 70.000 Euro geschätzte Kosten; die KI war auf drei Schraubenarten trainiert.

Ausgangslage

In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Westeifel Werke in Gerolstein montieren Beschäftigte Dichtringe aus Kunststoff auf Schrauben, die beispielsweise in Autos verbaut werden. Die Schrauben mussten bislang von Mitarbeitenden abschließend visuell kontrolliert werden. Nach Angaben von Betriebsleiter Werner Kessler sollte diese Kontrolle effizienter gestaltet werden.

Was das Unternehmen konkret macht

Die Westeifel Werke erproben einen KI-gestützten Arbeitsplatz für die Qualitätskontrolle montierter Schrauben und Dichtungen. Die Beschäftigte Christine Meinen legt Bretter mit jeweils 20 angeordneten Schrauben auf eine eigens gebaute Anrichte am Arbeitstisch. Installierte Kameras erfassen die Schrauben; das System zeigt ihr die Prüfung anschließend auf einem Bildschirm an.

Ein blauer Punkt kennzeichnet eine korrekt montierte Schraube, ein gelber Punkt eine fehlerhafte. Bei als fehlerhaft markierten Teilen prüft die Beschäftigte den Befund und bearbeitet die Schrauben nach. Genannt werden falsch sitzende Dichtungen, zwei Dichtungen auf einer Schraube oder fehlende Dichtungen. In diesen Fällen nimmt sie Schrauben vom Brett oder bringt beispielsweise eine Dichtung an.

Technik & Ansatz

Der Arbeitsplatz entstand gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Dafür wurden ein Computer und Kameras angeschafft und installiert sowie eine Lizenz beschafft. Das KI-System wird auf die Anforderungen der Werkstatt zugeschnitten und weiterentwickelt.

Die KI war zum Zeitpunkt der Darstellung auf drei Schraubenarten trainiert. In Testläufen wurde deutlich, dass sie weiter trainiert werden muss, um richtige und falsche Schrauben zu unterscheiden. Vorgesehen sind weitere trainierte Schraubenarten, die Anlernung weiterer Mitarbeitender sowie Anpassungen der Bedienung: Die Computermaus soll für manche Mitarbeitende durch einen Fuß- oder Handschalter ersetzt werden. Zusätzlich ist eine Signalleuchte geplant.

Ergebnisse

Christine Meinen hat nach mehreren Testläufen und Einheiten einen Arbeitsfluss für den neuen Arbeitsplatz gefunden. Die ersten Versuche bewertete Betriebsleiter Werner Kessler als erfolgreich; zugleich wurden Punkte für Nachbesserungen identifiziert. Der Arbeitsplatz unterstützt die Beschäftigte bei der Fehlererkennung, die Entscheidung über die weitere Bearbeitung und das Verständnis der angezeigten Fehler bleiben Teil ihrer Arbeit.

Die Kosten für den neuen Arbeitsplatz schätzt Kessler auf rund 70.000 Euro.

Einordnung

Der Einsatz befindet sich in der Erprobung und Weiterentwicklung. Er ergänzt die Montage- und Kontrollarbeit in der Werkstatt: Beschäftigte nutzen die KI-gestützte Anzeige zur Prüfung und arbeiten fehlerhafte Schrauben nach. Die Westeifel Werke wollen den Arbeitsplatz weiter an unterschiedliche Bedienbedürfnisse anpassen und weitere Mitarbeitende anlernen.


Quellen

Unabhängig belegt

Von einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.

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