Was macht der Bereich Klinische Prozesse mit KI?
Im Bereich Klinische Prozesse setzen Organisationen KI ein, um Patienten automatisiert mit passenden klinischen Studien abzugleichen, multimodale Diagnostikdaten auszuwerten und Sicherheitsbewertungen in der Arzneimittelentwicklung zu unterstützen. Das KI-Cases-Register verzeichnet hierzu konkrete, mit Quelle belegte Fälle, von Studien-Matching per Large Language Model bis zur regulatorischen Prüfung KI-basierter Werkzeuge.
Das Register dokumentiert keinen Sieger und keine Rangfolge. Es führt, was belegt ist.
Studien-Matching per Large Language Model
Das National Institutes of Health (NIH) hat mit TrialGPT ein KI-System entwickelt, das Patienten automatisiert mit passenden klinischen Studien abgleicht.
Laut Quelle erreicht das System eine Genauigkeit nahe menschlicher Experten, bei 40 % weniger Zeitaufwand.
TrialGPT adressiert die manuelle Rekrutierung von Studienteilnehmern, die als wesentlicher Zeitfaktor der klinischen Forschung gilt.
Multimodale Diagnostik und Bildgebung
SOPHiA GENETICS betreibt die Analyseplattform SOPHiA DDM, die genomische und multimodale Patientendaten in Echtzeit auswertet und Kliniken sowie Laboren Befunde für die Krebsdiagnostik und Behandlungssteuerung liefert.
Das Unternehmen hat dazu strategische Kooperationen mit dem MD Anderson Cancer Center und dem Memorial Sloan Kettering Cancer Center geschlossen; im Rahmen der MD-Anderson-Kollaboration werden Next-Generation-Sequencing-Tests und Bioinformatik-Pipelines für RNA-Sequenzierungsdaten entwickelt.
Debiopharm investiert über seinen Debiopharm Innovation Fund in KI-Plattformen für Bildgebungsanalyse und Biomarkerentwicklung in klinischen Studien, unter anderem in Altis Labs mit der Plattform Nota.
Altis Labs erhielt eine Seed-Finanzierung von 6 Mio. USD (co-geleitet mit Benchstrength, Juni 2023); der Debiopharm Innovation Fund investierte seit 2017 in 20 KI- und Digital-Health-Unternehmen.
KI in der Arzneimittelentwicklung
Novartis verknüpft Labordaten und operative Daten in der Cloud mit KI-Modellen, um Entscheidungen in der klinischen Entwicklung zu beschleunigen, und arbeitet mit Genedata an einer KI-nativen F&E-Datenplattform.
Belegte Kennzahlen zu Zeiteinsparungen oder Erfolgsquoten liegen aus dem verfügbaren Material nicht vor.
Regulatorische Prüfung KI-basierter Werkzeuge
Die Food and Drug Administration (FDA) prüft ein KI-basiertes Werkzeug zur Vorhersage arzneimittelbedingter Leberschäden und hat dafür ein Letter of Intent ihres Center for Drug Evaluation and Research akzeptiert.
Das Tool soll Sicherheitsbewertungen vor Beginn menschlicher Studien verbessern; eine Marktzulassung oder belegte Wirksamkeitsdaten liegen laut Quelle noch nicht vor.
FAQ
Welche Organisationen setzen KI in klinischen Prozessen ein?
Das Register dokumentiert unter anderem das NIH (TrialGPT), SOPHiA GENETICS (SOPHiA DDM), Novartis, Debiopharm und die FDA. Im Querschnitt Klinische Prozesse führt das Register zudem das Memorial Sloan Kettering Cancer Center, MD Anderson, Yale Cancer Center und Mount Sinai Tisch Cancer Center.
Welche belegte Zeitersparnis ist dokumentiert?
Für das Studien-Matching mit TrialGPT verzeichnet das Register 40 % weniger Zeitaufwand bei einer Genauigkeit nahe menschlicher Experten. Zu Novartis liegen keine belegten Kennzahlen vor.
Wofür wird KI in der Krebsdiagnostik eingesetzt?
SOPHiA GENETICS wertet mit SOPHiA DDM genomische, pathologische und Bildgebungsdaten aus und liefert Kliniken klinisch nutzbare Befunde. Debiopharm investiert in Bildgebungs-Biomarker-Analyse via Deep Learning.
Ist das KI-Werkzeug der FDA bereits zugelassen?
Nein. Die FDA prüft das Werkzeug zur Vorhersage arzneimittelbedingter Leberschäden; eine Marktzulassung oder belegte Wirksamkeitsdaten liegen laut Quelle noch nicht vor.
Quellen
KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle. Erstellt aus dem KI-Cases-Register.