Brookfield
Energy / Infrastructure · USA
Brookfield baut $100-Milliarden-KI-Datencenter-Komplex auf Ex-DOE-Gelände in Paducah
Im Register seit 31.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt Brookfield KI?
Brookfield entwickelt und betreibt auf dem ehemaligen DOE-Gelände in Paducah, Kentucky, einen KI-Rechenzentrum-Komplex mit über 1,2 GW Rechenkapazität, gespeist von bis zu 4,6 GW dedizierter, eigens für den Campus gebauter Energieinfrastruktur.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- Brookfield
- Branche
- Energy / Infrastructure
- Land
- USA
- Funktion
- Projektentwicklung
- Ergebnis
- Geplante Investition: rund 100 Mrd. USD; Rechenkapazität: >1,2 GW; dedizierte Erzeugung: bis zu 4,6 GW (2 GW Gas + 2,6 GW BESS)
Ausgangslage
Das 3.556 Acres große Paducah-Gelände im Westen Kentuckys beherbergte bis zur Stilllegung das Paducah Gaseous Diffusion Plant (PGDP), eine von drei US-amerikanischen Urananreicherungsanlagen, die die Atomic Energy Commission ab 1950 errichten ließ. Das Areal verfügt über Übertragungsinfrastruktur, Wasserversorgung, Glasfaseranbindung, Straßen und große Flächen bebaubaren Landes, Eigenschaften, die es gegenüber Greenfield-Standorten für industrielle Großprojekte attraktiv machen.
Im November 2025 veröffentlichte das US-Energieministerium (DOE) ein „Request for Offers" zur Pacht von Flächen und zur Entwicklung des Geländes. Das DOE wählte daraufhin Brookfield für den Campusbetrieb und NextEra Energy für die dedizierte Stromerzeugung aus.
Was das Unternehmen konkret macht
Brookfield pachtet Land vom DOE und entwickelt sowie betreibt den KI-Rechenzentrum-Campus. Gemeinsam mit NextEra Energy, Big Rivers Electric Power Corporation, Jackson Purchase Energy Cooperative und Paducah Power System firmiert das Konsortium unter dem Namen „Paducah American Energy Hub".
Brookfield-CEO Bruce Flatt bezeichnete das DOE-Gelände in Paducah als „Ausgangspunkt unseres Plans, 100 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren". Die Gesamtinvestition soll sich laut Ankündigung der Partner über die Zeit auf rund 100 Milliarden Dollar belaufen.
Technik & Ansatz
Das Projekt setzt auf ein integriertes Energiemodell: NextEra Energy baut und betreibt dedizierte Erzeugungskapazitäten ausschließlich für den Campus, bis zu 2 GW Erdgaserzeugung (netzgekoppelt, nicht hinter dem Zähler) und bis zu 2,6 GW Batteriespeicher (BESS). Diese Kapazitäten werden stufenweise parallel zum wachsenden Rechenbedarf zugebaut. NextEra übernimmt zudem Upgrades der bestehenden Übertragungsinfrastruktur am Standort. Das DOE gab an, die kombinierte Erzeugungs- und Speicherkapazität würde den Energiebedarf des Campus übersteigen, sodass überschüssiger Strom ins Regionalnetz eingespeist werden könnte.
Für die Stromversorgung sind die Rollen klar verteilt: Big Rivers Electric stellt den Großhandelsstrom bereit, Jackson Purchase Energy Cooperative übernimmt die Endkundenlieferung, und Paducah Power System fungiert als kommunaler Partner. Der Stromliefervertrag zwischen Big Rivers und Jackson Purchase bedarf der Genehmigung der Kentucky Public Service Commission (KPSC).
Beim vollständigen Ausbau soll der Campus bis 2032 bis zu 1,8 GW an netzseitig gelieferter Kapazität und mehr als 1,2 GW Rechenkapazität unterstützen. Der Bau soll bis 2031 abgeschlossen sein.
Das erklärte Ziel des Modells: Der Datencenter-Campus bringt seine eigene Energieinfrastruktur mit und wälzt keine Infrastrukturkosten auf bestehende Stromkunden ab. NextEra-CEO John Ketchum formulierte es so: „Das Rechenzentrum bringt seinen eigenen Strom mit, bezahlt seine eigene Energieinfrastruktur und schafft gut bezahlte Arbeitsplätze für lokale Arbeitnehmer."
Ergebnisse
Zum Zeitpunkt der Ankündigung lagen noch keine abgeschlossenen Verträge vor. Das Projekt steht unter dem Vorbehalt der Verhandlung und Unterzeichnung endgültiger Vereinbarungen sowie behördlicher Genehmigungen. Ein Anker-Kunde aus der KI-Branche wurde nicht genannt, ein Baubeginn nicht terminiert.
Das Konsortium schätzt rund 8.000 Bauarbeitsplätze und 600 dauerhafte Betriebsstellen.
Einordnung
Branchenbeobachter wie Neil Osnato von Persistence Analytics weisen darauf hin, dass dedizierte Erzeugungskapazität und gesicherte Leistung nicht gleichzusetzen sind: „Ein Gigawatt Batteriekapazität entspricht nicht einem Gigawatt dauerhaft verfügbarer Erzeugung." Entscheidend seien die tatsächlich lieferbare gesicherte Leistung unter Stressbedingungen sowie die verbleibende Netzabhängigkeit, Fragen, die die Projektankündigung offen lässt.
Das Modell, Datencenter mit eigener, dedizierter Energieversorgung ohne Kostenüberwälzung auf Bestandskunden, wird von US-Energieminister Chris Wright als möglicher „Fahrplan für künftige Projekte in den USA" beschrieben. Ob es diesen Anspruch einlöst, wird sich erst mit dem Abschluss der Vertragsverhandlungen und den Regulierungsentscheidungen zeigen.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
- ↗Dili raises $21.7 million to automate the compliance paperwork slowing AI infrastructure buildout - Startup Fortune
- ↗Brookfield, NextEra to Develop $100B Data Center Campus at DOE's Paducah Site, Paired With 4.6 GW of Dedicated Generation - POWER Magazine
- ↗Brookfield, NextEra Launch $100B AI Campus at DOE’s Paducah Site - Data Center Knowledge
KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle.
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NextEra Energy baut und betreibt am ehemaligen DOE-Gelände in Paducah, Kentucky, bis zu 2 GW Erdgaskapazität und bis zu 2,6 GW Batteriespeicher als dedizierte Stromversorgung für einen privat finanzierten KI-Datencenter-Komplex im Wert von 100 Milliarden US-Dollar.
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