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Bundesverwaltung

Öffentliche Verwaltung · Deutschland

Unabhängig belegt

Bundesverwaltung verarbeitet vertrauliche Dokumente mit KI

Reifegrad: Im Einsatz

Im Register seit 19.08.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Bundesverwaltung KI?

Die Bundesverwaltung verarbeitet mit Sprachmodellen vertrauliche Dokumente und unterstützt damit die Textarbeit auf einer intern betriebenen Plattform.

Behördeninterne Dokumenten- und WissensarbeitVerarbeitung vertraulicher Dokumente und unterstützende TextarbeitKipitz mit Sprachmodellen

Auf einen Blick

Unternehmen
Bundesverwaltung
Land
Deutschland
Funktion
Behördeninterne Dokumenten- und Wissensarbeit
KI-Technik
Kipitz mit Sprachmodellen
Ergebnis
Verarbeitung von Dokumenten der Geheimhaltungsstufe „VS, nur für den Dienstgebrauch“ auf Kipitz ohne Datenabfluss an externe Anbieter

Ausgangslage

Die Bundesverwaltung setzt Künstliche Intelligenz nach einer veröffentlichten Antwort des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung als unterstützendes Instrument im Arbeitsalltag ein. Anlass der Regierungsanfrage waren unter anderem Berichte über maschinell erstellte Reden und Gastbeiträge. Gefragt wurde, welche KI-Modelle die Ministerien nutzen, mit welchen Prompts Reden generiert werden und wie der Einsatz in den Akten dokumentiert wird.

Zu konkreten Eingabeaufforderungen und zum genauen Umfang ministerieller KI-Texte machte das Ministerium keine Angaben. Es begründete dies damit, dass es sich um Zwischenergebnisse interner Arbeitsabläufe handle und weitergehende Informationen teilweise nicht vorlägen. Die fachliche und qualitative Prüfung der Ergebnisse bleibt nach dem beschriebenen Grundprinzip beim Menschen; die Verantwortung für den Inhalt liegt ebenfalls beim Menschen.

Was das Unternehmen konkret macht

Die Bundesverwaltung verarbeitet mit Sprachmodellen auch vertrauliche Dokumente. Dafür setzt sie nach den Quellen primär auf die interne Plattform Kipitz. Das System wird im Rechenzentrum des Informationstechnikzentrums Bund betrieben und ermöglicht die Verarbeitung von Dokumenten der Geheimhaltungsstufe „VS, nur für den Dienstgebrauch“.

Die Verarbeitung erfolgt auf der internen Plattform, ohne dass die Daten an externe Anbieter abfließen. Neben der Verarbeitung vertraulicher Dokumente unterstützt KI in der Bundesverwaltung Textarbeit. Die Quellen nennen in diesem Zusammenhang maschinell erstellte Reden und Gastbeiträge, machen aber keine detaillierten Angaben zu den verwendeten Modellen, Prompts oder einzelnen Arbeitsabläufen.

Technik & Ansatz

Der technische Ansatz verbindet eine intern betriebene Plattform mit organisatorischen Vorgaben. Kipitz wird im Rechenzentrum des ITZBund betrieben und ist für die Verarbeitung vertraulicher Dokumente vorgesehen. Damit soll der Schutz von Geheimnissen und personenbezogenen Daten gewährleistet werden.

Für die Nutzung gilt ressortübergreifend das Prinzip, dass Mitarbeitende zuvor geschult werden müssen. Im Bundesministerium für Wirtschaft ist ein mehrteiliger „KI-Führerschein“ Voraussetzung für den Systemzugriff. Beim Bundesverwaltungsgericht und beim Bundeszentralamt für Steuern ist der Erwerb eines KI-Kompetenz-Scheins obligatorisch. Das Umweltbundesamt und das Thünen-Institut bieten Schulungen, eigene Sprechstunden und Handreichungen für die Praxis an.

Die Bundesverwaltung baut außerdem einen Rahmen aus Richtlinien, Pflichtschulungen und geschützten IT-Plattformen auf. Eine gesonderte Kennzeichnung von KI-Ergebnissen ist nach dem in der Quelle beschriebenen Grundprinzip grundsätzlich nicht erforderlich, sofern ein Mensch das Ergebnis fachlich und qualitativ prüft.

Ergebnisse

Belegt ist, dass die Bundesverwaltung eine interne Plattform zur Verarbeitung von Dokumenten bis zur Geheimhaltungsstufe „VS, nur für den Dienstgebrauch“ einsetzt und dafür Sprachmodelle nutzt. Belegt ist außerdem, dass die Nutzung an Schulungen oder Kompetenznachweise geknüpft wird und die menschliche Prüfung sowie Verantwortung bestehen bleiben.

Konkrete Angaben zur Zahl der verarbeiteten Dokumente, zu Zeit- oder Kosteneinsparungen, zu Genauigkeitswerten oder zur Zahl der erstellten Texte enthalten die vorliegenden Quellen nicht. Auch die verwendeten KI-Modelle und Prompts der Ministerien werden in der veröffentlichten Antwort nicht offengelegt.

Einordnung

Der Einsatz dient nach den Quellen der Unterstützung und ersetzt weder Zielsetzungen noch Haltung. Die Verwaltung beschreibt KI als alltägliches Hilfsmittel, dessen Ergebnisse durch Menschen geprüft werden. Gleichzeitig bleibt die Transparenz über konkrete ministerielle Textproduktionen begrenzt, weil Angaben zu Prompts und zum genauen Umfang als interne Zwischenergebnisse behandelt werden oder nicht vorliegen.


Quellen

Unabhängig belegt

Von einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.

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