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Fraunhofer IAO

Forschungsinstitut · Deutschland

Unabhängig belegt

Fraunhofer IAO koordiniert GPAI-Arbeitsgruppe zur KI-Wende in der Arbeitswelt

Reifegrad: Reifegrad unklar

Im Register seit 15.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Fraunhofer IAO KI?

Das Fraunhofer IAO leitet im Rahmen der GPAI-Arbeitsgruppe „Future of Work" die internationale Analyse realer KI-Einsätze auf Unternehmensebene und untersucht, wie KI Zusammenarbeit, Führung und Arbeitsbedingungen verändert.

Forschung / OrganisationsentwicklungLangzeitstudie zu Auswirkungen der KI-Wende auf Zusammenarbeit und Führung

Auf einen Blick

Unternehmen
Fraunhofer IAO
Land
Deutschland
Funktion
Forschung / Organisationsentwicklung

Ausgangslage

Mit der Gründung der Global Partnership on AI (GPAI) im Juni 2020 entstand ein multilateraler Rahmen, um die Entwicklung und den Einsatz von KI auf Basis von Menschenrechten, Inklusion und wirtschaftlichem Wachstum zu gestalten. Die GPAI organisiert ihre Arbeit in vier Arbeitsgruppen, darunter eine zur „Zukunft der Arbeit". Diese Gruppe befasst sich mit der Frage, wie KI in der Arbeitswelt eingesetzt werden kann, um Beschäftigte zu stärken und die Produktivität zu erhöhen, ohne Jobqualität, Gesundheit und Sicherheit zu gefährden.

Was das Unternehmen konkret macht

Das Fraunhofer IAO ist in der GPAI-Arbeitsgruppe „Future of Work" zentral vertreten: Wilhelm Bauer, Geschäftsführender Leiter des Fraunhofer IAO, fungiert als Co-Vorsitzender der Gruppe. Matthias Peissner, Leiter des Forschungsbereichs Mensch-Technik-Interaktion am IAO, koordiniert die Arbeit der Gruppe operativ.

Die Arbeitsgruppe umfasst 27 Expertinnen und Experten aus 15 Ländern, mit Hintergründen in Informatik, KI, Recht und Politik sowie Vertretungen von Gewerkschaften. Das Fraunhofer IAO trägt damit zur Steuerung eines internationalen, multidisziplinären Forschungsprozesses bei.

Technik & Ansatz

Die Arbeitsgruppe verfolgt einen mehrstufigen Ansatz. In einem ersten Schritt werden laufende und abgeschlossene Experimente sowie reale KI-Einsätze auf Unternehmensebene gesammelt und analysiert, um den Stand der Technik bei KI-Schnittstellen und KI-gesteuerten Prozessen zu erfassen. Parallel dazu werden KI-basierte Trainingsmethoden für die Qualifizierung von Beschäftigten bewertet, darunter immersives Lernen, MOOCs und adaptives Lernen.

Für den mittelfristigen Horizont sind unter anderem folgende Themen vorgesehen:

- Analyse technischer Fähigkeiten zur Mensch-Maschine-Zusammenarbeit und automatisierter Entscheidungsdelegation sowie deren Auswirkungen auf physische und psychische Gesundheit - Untersuchung, wie faire Arbeitsbedingungen bei zunehmendem KI-Einsatz operativ gesichert werden können - Entwicklung von Experimenten zur Delegation von Entscheidungen an KI-Systeme mit Fokus auf Vertrauen - Aufbau eines „Living Lab" als Plattform für den Austausch über angewandte Experimente auf Individual- und Unternehmensebene

Die logistische, technische und wissenschaftliche Unterstützung der Arbeitsgruppe übernimmt das Pariser Kompetenzzentrum der GPAI (Centre of Expertise de Paris), das bei Inria, dem französischen nationalen Forschungsinstitut für Informatik, angesiedelt ist.

Einordnung

Das Fraunhofer IAO übernimmt in diesem Kontext eine koordinierende Rolle in einem internationalen Forschungsverbund, dessen Gründungsmitglieder Länder mit zusammen 2,5 Milliarden Einwohnern repräsentieren. Die Arbeitsgruppe ist explizit anwendungsorientiert: Sie richtet sich an Unternehmen, Beschäftigte und politische Entscheidungsträger und strebt an, Erkenntnisse aus privatwirtschaftlichen KI-Experimenten auch für öffentliche Beschäftigungs- und Sozialdienste nutzbar zu machen. Eigene empirische Ergebnisse aus dieser Arbeitsgruppe sind auf Basis der vorliegenden Quellen noch nicht dokumentiert.


Quellen

Unabhängig belegt

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