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Hitachi

Technologie / Industrie · Japan

Unabhängig belegt

Hitachi: KI-gestützte Infrastrukturüberwachung und Prozessoptimierung mit HMAX

Reifegrad: Reifegrad unklar

Im Register seit 10.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Hitachi KI?

Hitachi setzt KI-gestützte Lösungen (HIIM, HMAX Industry, HMAX Energy) für die Überwachung, Steuerung und Automatisierung kritischer Infrastrukturen in Energie, Mobilität und Fertigung ein und entwickelt dabei Partnerschaften mit ServiceNow und Intel.

Plattformstrategie / UnternehmenssteuerungKI-gestützte Plattformstrategie & Kunden-/MitarbeiterzufriedenheitServiceNow AI Plattform

Auf einen Blick

Unternehmen
Hitachi
Branche
Technologie / Industrie
Land
Japan
Funktion
Plattformstrategie / Unternehmenssteuerung
KI-Technik
ServiceNow AI Plattform

Ausgangslage

Betreiber kritischer Infrastrukturen in den Bereichen Energie, Mobilität und Fertigung stehen unter zunehmendem Druck, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistung trotz Personalengpässen und wachsender Betriebsanforderungen aufrechtzuerhalten. Ein zentrales Problem: Daten aus disparaten, voneinander getrennten Systemen lassen sich oft nicht in Echtzeit und konsistent in Handlungen überführen. Im Bereich der chemischen Produktion kommt hinzu, dass Batch-Prozesse stark auf die Erfahrung und Intuition von Fachkräften angewiesen sind, ein Umstand, der zu Qualitätsschwankungen und hoher Belastung der Belegschaft führt.

Hitachi adressiert diese Herausforderungen mit seiner HMAX-Produktlinie, die KI-gestützte Lösungen für das Lebenszyklusmanagement von Infrastrukturen bündelt, und baut dabei auf Partnerschaften mit ServiceNow und Intel.

Was das Unternehmen konkret macht

**Infrastrukturüberwachung mit ServiceNow**

Hitachi Digital Services hat eine Partnerschaft mit ServiceNow geschlossen, um die Lösung „Hitachi Intelligent Infrastructure Monitoring" (HIIM) weiterzuentwickeln. HIIM kombiniert Echtzeit-Überwachung und Ferninspektion mit der Fähigkeit, eine koordinierte Reaktion in komplexen Betriebsumgebungen auszulösen. Die Lösung verbindet operative Daten aus dem OT-Bereich mit Unternehmens-Workflows auf der ServiceNow AI Platform, damit Teams auf Basis dieser Daten in Echtzeit handeln können. HIIM ist Teil des übergeordneten HMAX-Portfolios, das Planung, Vorhersage und Prävention im Bereich kritischer sozialer Infrastruktur zusammenführt.

**Optimierungssystem für chemische Anlagen**

Für die Prozessindustrie kündigte Hitachi im Juli 2026 den Verkauf eines „Optimal Operation Guidance System" für chemische Produktionsanlagen an, das unter HMAX Industry vertrieben wird. Das System nutzt Physical AI, um Batch-Produktionsprozesse in einem digitalen Abbild nachzubilden, zu analysieren und den Operatoren konkrete Handlungsempfehlungen für Steuerungsparameter wie Temperatur, Druck und Durchfluss zu geben. Die Empfehlungen richten sich an die vorhandenen Distributed Control Systems (DCS) und Programmable Logic Controllers (PLC).

**Strategische Kooperation mit Intel**

Im Juni 2026 vereinbarten Hitachi und Intel eine strategische Zusammenarbeit in fünf Bereichen: Foundry-Tools, Quantencomputing, Energieoptimierung, Custom Silicon sowie Edge-KI und Fabrikautomation. Im Rahmen der Energieoptimierung soll HMAX Energy in Intels Halbleiterwerken eingesetzt werden, um Kernstromausrüstung als Managed Service zu betreiben. Im Bereich Foundry nutzt Hitachi Physical AI auf seiner Plattform „ExTOPE", um Daten aus Messtechniksystemen (CD-SEMs) für vorausschauende Diagnostik und Wartungsoptimierung zu verwenden.

**Plattformstrategie und Kundenzufriedenheit**

Beim ServiceNow AI Summit 2026 in Zürich diskutierten Führungskräfte von Hitachi gemeinsam mit Roche, wie Unternehmen in Zeiten technologischen Wandels nachhaltigen Geschäftswert sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit schaffen und ihre Plattformstrategien mit ServiceNow weiterentwickeln.

Technik & Ansatz

Das Optimierungssystem für chemische Anlagen kombiniert mehrere Technologiebausteine: industrielles Domänenwissen, das in KI eingebettet ist, sowie Reinforcement Learning auf Basis historischer Betriebsdaten aus Hitachis installierter digitalisierter Anlagenbasis. Für die Vorhersage interner Zustände in Reaktionsanlagen werden theoretische Formeln aus der Chemie- und Verfahrenstechnik mit KI-Modellen kombiniert, die schwerer formalisierbare Faktoren wie Anlagenverschleiß prognostizieren. Eine eigens entwickelte Clustering-Technologie definiert Betriebszustände und wendet Reinforcement Learning auf deren zeitliche Veränderungen an. Die zugrundeliegenden Technologien sind patentiert.

Im Bereich der Infrastrukturüberwachung bringt Hitachi Digital Services OT-Domänenwissen sowie Expertise in Physical AI und Systemintegration ein; ServiceNow stellt die Plattform für Datenanalytik und Workflow-Automatisierung bereit. Laut Chris Bedi, Chief Customer Officer von ServiceNow, ermöglicht diese Kombination den Schritt „von der reaktiven Reaktion zur autonomen Lösung".

Die Kooperation mit Intel zielt darauf ab, Hitachis IT- und OT-Expertise mit Intels Rechenkapazitäten und Siliziumplattformen zu verbinden, um Edge-KI-Anwendungen und Fabrikautomation weiterzuentwickeln.

Ergebnisse

Konkrete, belegte Kennzahlen zu erzielten Ergebnissen liegen aus den vorliegenden Quellen nicht vor. Hitachi beschreibt das Optimierungssystem für chemische Anlagen als „ersten Schritt in Richtung autonomer Anlagenbetrieb". Das Unternehmen benennt als Ziele die Stabilisierung der Produktqualität, die Steigerung der Produktivität sowie die Reduktion der Abhängigkeit von erfahrenen Operatoren, ohne dafür quantifizierte Ergebniswerte zu belegen.

Einordnung

Hitachi verfolgt mit HMAX eine übergreifende Plattformstrategie, die KI-Lösungen für verschiedene Infrastrukturbereiche unter einer Produktlinie bündelt. Die Partnerschaften mit ServiceNow und Intel verbreitern die technologische Basis dieser Strategie: ServiceNow liefert die Workflow- und Automatisierungsschicht für den Unternehmenseinsatz, Intel die Recheninfrastruktur für den industriellen Einsatz an der Edge. Hitachi beschäftigt weltweit rund 290.000 Mitarbeitende und erzielte im Geschäftsjahr 2025 (Ende März 2026) einen Umsatz von 10.586,7 Milliarden Yen.


Quellen

Unabhängig belegt

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