Konapharma
Pharma · Schweiz
Konapharma erprobt KI-gestützte Auftragserfassung von Kyrok in Pilotphase
Im Register seit 12.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt Konapharma KI?
Konapharma setzt Kyroks KI-gestütztes Supply-Chain-Betriebssystem in der Pilotphase für Auftragserfassung und SCM-Workflows ein, wobei das System Vorschläge unterbreitet und die finale Entscheidung beim Mitarbeiter verbleibt.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- Konapharma
- Branche
- Pharma
- Land
- Schweiz
- Funktion
- Supply Chain Management / Auftragserfassung
- KI-Technik
- Kyrok KI-Agenten / KI-Betriebssystem
- Ergebnis
- Über 80 % komplexer Aufträge fehlerfrei erfasst (Anbieterangabe, Pilotphase)
Ausgangslage
Ein erheblicher Teil der deutschen Pharma- und Chemieproduktion läuft laut dem Berliner KI-Start-up Kyrok auf SAP R/3 aus den 1990er-Jahren, auf Excel und auf dem Erfahrungsschatz von Mitarbeitern, die in den nächsten Jahren in Rente gehen. Kyrok-CEO Daniel Hofinger beschreibt die vorgefundene Situation in Produktionswerken so: „Wir sind in Produktionswerken, in denen Auftragslisten morgens ausgedruckt, in den nächsten Raum getragen und dort wieder eingetippt werden." Als Reaktion auf diese Ausgangslage entwickelte Kyrok, gegründet 2025 von Hofinger und Lukas Bierfreund, ein KI-Betriebssystem speziell für Supply-Chain-Teams im europäischen Pharma- und Chemie-Mittelstand.
Was das Unternehmen konkret macht
Konapharma, ein mittelständisches Schweizer Pharmaunternehmen, nimmt an der Pilotphase von Kyroks KI-Betriebssystem teil. Im Mittelpunkt steht die KI-gestützte Auftragserfassung sowie weitere industriespezifische SCM-Workflows. Christoph Staub, CEO von Konapharma, beschreibt den praktischen Nutzen: „Für uns bedeutet Kyrok eine massive Arbeitserleichterung. Wir gewinnen Zeit für die Themen, die für unsere Kunden wirklich zählen."
Ausschlaggebend für die Teilnahme war laut Staub der gewählte Human-in-the-Loop-Ansatz: Das System unterbreitet Vorschläge, die letzte Entscheidung verbleibt jedoch beim zuständigen Mitarbeiter.
Technik & Ansatz
Kyroks Betriebssystem legt sich als Anwendungsebene über bestehende ERP-Systeme, ohne dass eine Systemmigration erforderlich ist. Die Teams arbeiten in einer einheitlichen Oberfläche, in der KI-Agenten sie durch ihre Prozesse führen. Mit jeder Interaktion lernt die KI laut Unternehmensangaben die nutzerspezifischen Verhaltensmuster besser kennen, dies soll einen Wissenstransfer von den Mitarbeitern in das System ermöglichen.
Den Einstieg bildet der Kundenservice bei der Auftragserfassung und weiteren industriespezifischen Workflows; Produktionsplanung, Materialplanung und Einkauf sollen folgen. Alle Daten werden nach DSGVO-konformen Vorgaben auf europäischer Infrastruktur in Frankfurt am Main gespeichert.
Die Produktentwicklung stützte sich dem Unternehmen zufolge auf mehr als 200 Interviews mit Entscheidern aus Pharma und Chemie sowie auf zahlreiche Werksbesuche und Workshops zur Analyse von Produktions- und ERP-Prozessen im Mittelstand.
Ergebnisse
Aus der laufenden Pilotphase, an der mehrere mittelständische Pharma- und Chemieunternehmen teilnehmen, berichtet Kyrok, dass das System mehr als 80 Prozent komplexer Aufträge fehlerfrei erfasse. Diese Zahl stammt aus der Pressemitteilung des Anbieters vom 23. Juni und ist nicht durch unabhängige Dritte bestätigt.
Einordnung
Konapharma ist eines von mehreren mittelständischen Unternehmen, die Kyroks Lösung derzeit in der Pilotphase erproben. Das Start-up hat im Juni 2025 eine Pre-Seed-Runde über 3,1 Millionen Euro abgeschlossen, angeführt vom Venture-Capital-Geber Speedinvest. Der beschriebene Einsatz bei Konapharma befindet sich damit in einem frühen Stadium; belastbare Langzeitergebnisse liegen auf Basis des verfügbaren Materials nicht vor.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
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