Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Behörde / Strafverfolgung · Deutschland
LKA Baden-Württemberg: 212 Mio. Euro Schaden durch KI-Deepfake-Betrug in 2025
Im Register seit 17.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt Landeskriminalamt Baden-Württemberg KI?
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg registrierte für 2025 einen Rekordschaden von 212 Millionen Euro durch KI-Deepfake-Betrug und schätzt die Dunkelziffer auf nahezu eine Milliarde Euro.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- Landeskriminalamt Baden-Württemberg
- Branche
- Behörde / Strafverfolgung
- Land
- Deutschland
- Funktion
- Kriminalitätsermittlung
- KI-Technik
- KI-Deepfakes (als Untersuchungsgegenstand)
- Ergebnis
- 212 Millionen Euro belegter Schaden durch KI-Deepfake-Betrug (2025); Dunkelziffer-Schätzung: nahezu 1 Milliarde Euro
Ausgangslage
KI-gestützte Deepfake-Technologien werden zunehmend für kriminelle Zwecke eingesetzt. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) verzeichnete für das Jahr 2025 einen Rekordschaden von 212 Millionen Euro, der durch KI-Deepfake-Betrug entstanden ist. Die Ermittler schätzen die Dunkelziffer auf nahezu eine Milliarde Euro, ein Hinweis darauf, dass ein erheblicher Teil solcher Fälle nicht zur Anzeige gebracht wird.
Was das Unternehmen konkret macht
Das LKA BW erfasst und verfolgt Fälle von KI-Deepfake-Betrug im Rahmen seiner kriminalpolizeilichen Aufgaben. Die vorliegenden Quellen belegen die Erhebung von Schadenszahlen sowie die Schätzung der Dunkelziffer durch die Ermittlungsbehörde. Darüber hinaus ist das LKA BW gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe (Cybercrime-Zentrum) im Bereich Cyberkriminalität aktiv: So fahndet die Behörde international nach Tatverdächtigen, etwa im Zusammenhang mit der Ransomware-Gruppierung GandCrab/REvil, der deutschlandweit 130 banden- und gewerbsmäßige Erpressungen vorgeworfen werden.
Technik & Ansatz
Zu den konkreten technischen Methoden, mit denen das LKA BW KI-Deepfake-Betrug erkennt oder verfolgt, machen die vorliegenden Quellen keine Angaben. Belegt ist ausschließlich die statistische Erfassung des Schadensausmaßes sowie die behördliche Einschätzung zur Dunkelziffer.
Ergebnisse
Der belegte Schaden durch KI-Deepfake-Betrug belief sich laut LKA BW für 2025 auf 212 Millionen Euro. Die Behörde selbst schätzt den tatsächlichen Gesamtschaden auf nahezu eine Milliarde Euro, wenn nicht angezeigte Fälle eingerechnet werden. Im separaten Bereich der Ransomware-Verfolgung wurden im Kontext der GandCrab/REvil-Ermittlungen 130 Taten dokumentiert; in 25 davon wurde Lösegeld in Höhe von insgesamt 1,9 Millionen Euro gezahlt, der wirtschaftliche Gesamtschaden überstieg 35,4 Millionen Euro.
Einordnung
Die Zahlen des LKA BW illustrieren, dass KI-generierte Deepfakes nicht allein ein technisches Phänomen sind, sondern ein erhebliches kriminelles Schadenspotenzial entfalten. Die große Diskrepanz zwischen erfasstem Schaden (212 Millionen Euro) und der behördlich geschätzten Dunkelziffer (nahezu eine Milliarde Euro) deutet auf eine strukturell niedrige Anzeigebereitschaft hin. Weitergehende Aussagen zu eingesetzten Erkennungsverfahren, Fallzahlen oder Ermittlungserfolgen im Deepfake-Bereich lassen die vorliegenden Quellen nicht zu.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
- ↗Botsitting-Problem: 6,4 Stunden wöchentlich für KI-Kontrolle - ad-hoc-news.de
- ↗Fahndung nach Personen - Banden- und gewerbsmäßige Erpressung - SHCHUKIN - BKA
KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle.
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