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Samsung Electronics: Konzernweite „AI Transformation" in allen acht Geschäftsbereichen

Wie nutzt Samsung Electronics KI?

Samsung Electronics führt generative KI-Dienste (Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude) ab Juni 2025 in allen acht Konzernsparten ein und verpflichtet alle Mitarbeiter sowie rund 50 Affiliate-Präsidenten zu einem verbindlichen KI-Trainingsprogramm.

Entwicklung, Einkauf, Fertigung, Logistik, Marketing, Service, ManagementKonzernweite AI Transformation – generative KI in allen GeschäftsprozessenGoogle Gemini, OpenAI ChatGPT, Anthropic Claude

Auf einen Blick

Unternehmen
Samsung Electronics
Branche
Elektronik / Consumer Electronics
Land
Südkorea
Funktion
Entwicklung, Einkauf, Fertigung, Logistik, Marketing, Service, Management
KI-Technik
Google Gemini, OpenAI ChatGPT, Anthropic Claude
Ergebnis
2.300 Führungskräfte aus Samsung-Tochtergesellschaften absolvieren bis 12. August ein dreitägiges KI-Training; alle Mitarbeiter sollen bis Jahresende geschult sein.

Ausgangslage

Konzernchef Lee Jae-yong hatte bereits in seiner Neujahrsansprache 2025 eine „vollständige Änderung der Arbeitsweise und organisatorischen Struktur" gefordert. Samsung müsse KI durchgängig in die gesamte Wertschöpfungskette integrieren – von Forschung und Entwicklung über Produktion bis zu Marketing und Kundendienst. Die formelle Umsetzung dieser Ankündigung begann mit der offiziellen Ausrufung der „AI Transformation" am 9. Juni 2025.

Was das Unternehmen konkret macht

Samsung führt generative KI-Dienste – konkret Google Gemini, OpenAI ChatGPT und Anthropic Claude – ab Juni 2025 bei allen Konzerngesellschaften ein. Die Einführung erstreckt sich auf acht definierte Geschäftsprozesse: Entwicklung, Einkauf, Fertigung, Logistik, Marketing, Vertrieb, Service und Management-Support. Damit reicht der geplante Einsatz ausdrücklich über Software und Marketing hinaus und schließt Fertigung und Produktentwicklung ein.

Innerhalb jeder Konzerngesellschaft sollen eigene KI-Organisationseinheiten entstehen, die Transformationsstrategien, Daten- und Modellmanagement sowie den Aufbau von KI-Kompetenzen verantworten.

Technik & Ansatz

Samsung setzt bewusst auf mehrere externe generative KI-Dienste gleichzeitig, statt auf eine einzige Plattform. Begleitend dazu entwickelt der Konzern spezifische betriebliche Richtlinien, die auf die jeweiligen Aufgaben und Organisationsbereiche der einzelnen Geschäftseinheiten zugeschnitten sind. Sicherheitssysteme sollen ausgebaut werden, um Risiken beim Einsatz externer KI-Lösungen zu begrenzen.

Das Schulungsprogramm folgt einem Top-down-Ansatz: Zunächst durchlaufen die rund 50 Affiliate-Präsidenten im Juni ein „AX Bootcamp" im Samsung Human Resources Development Center (Hoam Hall). Im Rahmen dieses Bootcamps sollen die Präsidenten gemeinsam eine „AX Vision" formulieren und KI-gestützte Innovationsstrategien für ihre jeweiligen Geschäftsbereiche vorstellen. In einem zweiten Schritt nehmen rund 2.300 Führungskräfte der angeschlossenen Gesellschaften an zweitägigen bis dreitägigen KI-Schulungen teil, die bis zum 12. August abgeschlossen sein sollen – durchgeführt im Samsung Electronics Talent Development Center und im Samsung Human Resources Development Center. Bis Ende 2025 sollen alle Mitarbeiter des Konzerns ein KI-Training erhalten haben.

Ergebnisse

Zum Zeitpunkt der Ankündigung lagen keine gemessenen Ergebnisse vor. Samsung bezeichnete die Initiative als „Startpunkt" für den Wandel zu einem „AI-native"-Unternehmen. Quantifizierte Effekte auf Produktivität, Kosten oder Umsatz sind in den vorliegenden Quellen nicht belegt.

Einordnung

Die Initiative ist in Umfang und Verbindlichkeit bemerkenswert: Acht Geschäftsprozesse, alle Hierarchieebenen und mehrere externe KI-Plattformen werden gleichzeitig adressiert. Der Einsatz etablierter Wettbewerber-Dienste (Gemini, ChatGPT, Claude) statt einer internen Lösung ist eine pragmatische Entscheidung, die Samsung durch eigene Sicherheitsrichtlinien abfedern will. Ob die angekündigten Trainings- und Organisationsziele termingerecht erreicht werden und welche messbaren betrieblichen Verbesserungen folgen, bleibt anhand der verfügbaren Quellen offen.


Quellen

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