Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Öffentliche Verwaltung · Deutschland

Unabhängig belegt

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz: KI erstellt Entwürfe für Reden und Interviewvorbereitungen

Reifegrad: Im Einsatz

Im Register seit 16.06.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Staatskanzlei Rheinland-Pfalz KI?

Die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz setzt KI ein, um auf Basis intern erstellter Vermerke erste Gliederungen und Entwürfe für Redemanuskripte sowie Interviewvorbereitungen zu erstellen.

Kommunikation & ÖffentlichkeitsarbeitKI-gestützte Erstellung von Redemanuskripten, Interviewvorbereitungen und EntwürfenGeschütztes KI-System (Pilotprojekt)

Auf einen Blick

Unternehmen
Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Branche
Öffentliche Verwaltung
Land
Deutschland
Funktion
Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
KI-Technik
Geschütztes KI-System (Pilotprojekt)

Ausgangslage

Die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz sieht den Einsatz von Künstlicher Intelligenz als konsequente Weiterentwicklung moderner Verwaltungsarbeit. Es sei für die Landesregierung „selbstverständlich, mit der Zeit zu gehen und KI für die Mitarbeitenden der Landesverwaltung zugänglich zu machen", erklärte die Behörde. KI soll demnach helfen, effizienter zu arbeiten und Routineaufgaben abzugeben. Der Kontext, in dem diese Positionierung öffentlich wurde, ist nicht zuletzt der bundesweite Diskurs über den KI-Einsatz in der Politik: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) stand zeitgleich in der Kritik, weil mehrere seiner Reden und Gastbeiträge für Medien oder Teile davon mit Hilfe von KI erstellt worden sein sollen.

Was das Unternehmen konkret macht

Die Staatskanzlei setzt KI konkret ein, um erste Gliederungen und Entwürfe für Redemanuskripte sowie Interviewvorbereitungen zu erstellen. Grundlage dafür sind im Haus erarbeitete Vermerke, die als Ausgangsmaterial in das KI-System eingespeist werden. Der Einsatz beschränkt sich damit auf eine unterstützende Funktion in der Vorbereitungsphase redaktioneller und kommunikativer Arbeit.

Für den Presse- und Öffentlichkeitsbereich bietet die Staatskanzlei ihren Beschäftigten im Rahmen eines Pilotprojekts ein geschütztes KI-System an. Dieses soll sicherstellen, dass Datenschutz und Informationssicherheit gewährleistet sind.

Technik & Ansatz

Über die konkrete technische Grundlage des eingesetzten Systems macht die Staatskanzlei in den vorliegenden Quellen keine Angaben. Bekannt ist, dass es sich um ein geschütztes System handelt, das speziell für den behördlichen Einsatz bereitgestellt wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die KI-Anwendungen unterstützend zur Inhaltserstellung nutzen, sind an Leitlinien und Vorgaben gebunden. Diese betreffen insbesondere Datenschutz, Informationssicherheit, Vertraulichkeit und Nachvollziehbarkeit.

Ergebnisse

Quantitative Ergebnisse oder Effizienzmaße nennen die vorliegenden Quellen nicht. Als Leitsatz der Staatskanzlei gilt: „KI unterstützt, aber am Ende bleibt der Mensch verantwortlich für die Erstellung und Prüfung von Inhalten."

Einordnung

Der Ansatz der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz unterscheidet sich in einem zentralen Punkt von der Kritik, die am Vorgehen in Thüringen geäußert wurde: Die Behörde betont ausdrücklich, dass KI lediglich auf Basis intern erstellter Vermerke erste Entwürfe liefert und die inhaltliche Verantwortung beim Menschen verbleibt. Die Einbettung in ein Pilotprojekt mit geregeltem Zugang und verbindlichen Nutzungsleitlinien zeigt, dass der Einsatz strukturiert und nicht ad hoc erfolgt. Offen bleibt, wie weit das Pilotprojekt ausgerollt ist und ob eine behördenweite Ausweitung geplant wird.


Quellen

Unabhängig belegt

Von einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.

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