Wilo Gruppe

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Wassertechnologie / Maschinenbau · Deutschland

Unabhängig belegt

Wilo Gruppe: KI-Führerschein für Werker und Water-AI-Strategie als Nachhaltigkeitsrahmen

Reifegrad: Skaliert

Im Register seit 20.06.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Wilo Gruppe KI?

Wilo führt einen unternehmensweiten „KI-Führerschein" für Werker in Produktionsstätten ein und richtet seine KI-Aktivitäten strategisch an einer „Water-AI-Strategie" aus, die Nachhaltigkeit als oberste Unternehmensstrategie verankert.

Produktion / UnternehmensstrategieWater-AI-Strategie, KI-Einsatz in Produktion und Nachhaltigkeit, KI-Schulungen für Werker (KI-Führerschein)KI (nicht näher spezifiziert)

Auf einen Blick

Unternehmen
Wilo Gruppe
Land
Deutschland
Funktion
Produktion / Unternehmensstrategie
KI-Technik
KI (nicht näher spezifiziert)
KI-Anbieter
Microsoft / Azure (Sitz: USA, außerhalb der EU)

KI-Anbieter = Unternehmenssitz des genutzten Anbieters. Wo Daten konkret verarbeitet werden, hängt von Region und Vertrag ab. Keine Aussage zur DSGVO-Konformität.

Ausgangslage

Die Wilo Gruppe, ein Hersteller von Wassertechnologie mit rund 9.000 Mitarbeitenden, steht wie andere Maschinenbauer vor der Herausforderung, KI in die eigene Fertigung und Organisation zu integrieren. Georg Weber, Mitglied des Vorstands und CTO bei Wilo, beschreibt das Umfeld so: „In unserem Werkenetzwerk sehen wir genau diese Wettbewerbsfähigkeit, die Dynamiken, die Disruptionen, die wir in den Supply Chains bekommen, Resilienzanforderungen und gleichzeitig sehr disruptive, schnelle Technologiewandel." Für Wilo ist KI dabei kein isoliertes Digitalisierungsprojekt, sondern muss sich aus der übergeordneten Unternehmensstrategie ableiten. Weber formuliert die Fehlentwicklung, die er in der Branche beobachtet, klar: „Digitalisierung und KI sind nicht ein Ziel in sich selbst. Der Fehler wird immer und zu oft gemacht."

Was das Unternehmen konkret macht

Wilo verfolgt zwei konkrete Ansätze. Erstens hat das Unternehmen vor zwei Jahren entschieden, die Nachhaltigkeitsstrategie als oberste Unternehmensstrategie einzusetzen und eine sogenannte Water-AI-Strategie zu entwickeln, ein Rahmen, der KI-Einsatz und Nachhaltigkeitsziele direkt verknüpft. Zweitens investiert Wilo in die Ausbildung der Belegschaft: „Wir investieren viel Aufwand und auch Geld in die Ausbildung, um KI in die Breite zu bringen. Für die Werker in den großen Produktionsstätten gehen wir momentan so vor, dass wir eine Art KI-Führerschein ausgeben", sagt Weber. Damit soll KI-Kompetenz systematisch in die Produktionsbelegschaft getragen werden, nicht nur in Fachabteilungen.

Technik & Ansatz

Wilo setzt bewusst auf Pragmatismus statt auf frühe Festlegung auf teure Einzellösungen. Weber beschreibt die Überzeugung dahinter: „Es ist wichtig, dass man sich nicht zu früh festlegt für sehr teure Lösungen, die es im Markt gibt. Denn die Entwicklung gerade auf dem KI-Feld ist unfassbar schnell. Und wir merken schon, dass es viele pragmatische Lösungen jetzt gibt, die viel einfacher und schneller sind." Für hochautonome und adaptive Fabriken sieht Weber die Notwendigkeit, systemische Kompetenz aufzubauen, konkret die Fähigkeit, „Software und Hardware aufeinander abzustimmen und festzulegen, wo die Schieberegler möglicher Adaptionspunkte auf der Hardware in der Software liegen."

Einordnung

Über den genauen technischen Aufbau des KI-Führerscheins sowie über messbare Ergebnisse der Water-AI-Strategie liegen auf Basis der verfügbaren Quellen keine weiteren Details vor. Wilos Ansatz ordnet sich in einen breiteren Kontext ein: Laut einer VDMA-Befragung aus dem Frühjahr 2024 haben rund 30 Prozent der Mitgliedsunternehmen KI produktiv im Einsatz, viele befinden sich noch in Pilotprojekten. Wilo geht mit der strategischen Verankerung von KI in der Nachhaltigkeitsstrategie und dem flächendeckenden Qualifizierungsprogramm für Werker einen Schritt über reine Pilotprojekte hinaus.


Quellen

Unabhängig belegt

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