Elka-Holzwerke
Holzverarbeitung / Spanplattenproduktion · Deutschland
Elka-Holzwerke: KI-gestützte Prozess- und Energieoptimierung in der Spanplattenproduktion
Im Register seit 01.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt Elka-Holzwerke KI?
Elka-Holzwerke rüstet seine neue Spanplattenpresse mit rund 2.000 Sensoren und KI aus, die Temperatur, Druck, Volumen und Zusammensetzung messen, Labordaten einlesen und damit Produktionsprozess sowie Energieverbrauch laufend optimiert.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- Elka-Holzwerke
- Branche
- Holzverarbeitung / Spanplattenproduktion
- Land
- Deutschland
- Funktion
- Produktion / Qualitätssicherung / Energiemanagement
- KI-Technik
- KI-basiertes Sensor- und Analysesystem (Anomalieerkennung, Prozessoptimierung)
- Ergebnis
- 30 % höhere Effizienz im Spanplattenwerk und 40 % weniger CO₂-Emissionen angekündigt
Ausgangslage
Elka-Holzwerke ist ein 120 Jahre alter Familienbetrieb in Morbach im Hunsrück, der in der vierten Generation von Larissa Kuntz geführt wird. Das Unternehmen beschäftigt 220 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 75 Millionen Euro. Auf dem 25 Hektar großen Betriebsgelände verarbeitet Elka täglich rund 40 Lkw-Ladungen Langholz, ausschließlich Fichte und Douglasie aus Wäldern im Umkreis von 150 Kilometern. Etwa 40 % eines Stammes fallen als Restholz an (Sägemehl, Hackschnitzel), das zu Spanplatten und ESB-Platten weiterverarbeitet wird.
Die bestehende Spanplattenpresse ist laut Kuntz unflexibel: Sie presst nicht am Stück, was die Herstellung individueller Formate, besonders international gefragter Maße, einschränkt. Um neue Märkte, insbesondere im Benelux-Raum, zu erschließen und den Umsatz auf 100 Millionen Euro zu steigern, tätigt das Unternehmen nach eigenen Angaben die größte Investition seiner Geschichte: einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in eine neue Spanplatten- und eine neue Energieanlage.
Was das Unternehmen konkret macht
Elka installiert eine neue Spanplattenpresse, die mit rund 2.000 Sensoren und KI ausgestattet ist. Die Sensoren erfassen kontinuierlich Temperatur, Druck, Volumen und Zusammensetzung des Pressvorgangs. Die Messdaten werden mit den Ergebnissen aus dem Qualitätslabor verknüpft, sodass das System erkennt, unter welchen Bedingungen die besten Produktergebnisse erzielt werden. Auf dieser Grundlage optimiert die KI den Produktionsprozess laufend.
Parallel soll dieselbe KI den Energieverbrauch auf ein Minimum senken. Eine neue Energieanlage gewinnt aus Biomasse und Altholz die Wärmeleistung für Pressenlinie und Spänetrockner. Künftig will Elka damit vollständig auf fossile Energieträger verzichten. Das Unternehmen betreibt bereits heute eine Art Kreislaufwirtschaft: Das werkseigene Kraftwerk wird aus eigenen Holzabfällen beheizt.
Bereits im Vorjahr investierte Elka in eine neue Anlage für Siebung und Beleimung, die auf die neue Presse abgestimmt ist. Die neue Spanplattenpresse soll im Sommer 2027 in Betrieb gehen, die Energieanlage Ende 2027. Die vorbereitenden Arbeiten laufen.
Technik & Ansatz
Die neue Presse ist mit rund 160 Metern etwa doppelt so lang wie die bestehende Anlage. Sie presst Spanplatten am Stück; die gewünschten Formate werden anschließend abgelängt, was deutlich mehr Flexibilität bei den Abmessungen erlaubt.
Die KI-Lösung basiert auf einem Sensorverbund von rund 2.000 Messpunkten, deren Daten mit Laborergebnissen zusammengeführt werden. Laut Kuntz handelt es sich beim Einsatz dieser Anlage für den Maschinenbauer um ein Pilotprojekt; Elka sei das erste Unternehmen in Europa, das eine solch moderne Anlage betreibe.
Ergebnisse
Da die Anlage sich noch im Bau befindet und der Betrieb erst für 2027 geplant ist, liegen keine gemessenen Betriebsergebnisse vor. Technischer Geschäftsführer Tobias Schmucker nennt jedoch konkrete Zielwerte: Das Spanplattenwerk soll 30 % effizienter arbeiten, und die CO₂-Emissionen sollen um 40 % sinken, zusätzlich zu den bereits heute durch die Holzabfallverwertung erzielten Einsparungen.
Einordnung
Der KI-Einsatz bei Elka ist Teil einer umfassenderen Modernisierungs- und Wachstumsstrategie. Die Kombination aus Sensorik, KI-gestützter Prozesssteuerung und erneuerter Energieversorgung soll gleichzeitig Produktqualität, Fertigungsflexibilität und Ressourceneffizienz verbessern. Ob und in welchem Umfang die angekündigten Effizienzziele nach Inbetriebnahme erreicht werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht belegbar.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
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