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Finanzdienstleistungen / Banking · Niederlande

Unabhängig belegt

ING pilotiert KI-Agenten, die eigenständig Tickets kaufen und bezahlen

Reifegrad: Pilot / Test

Im Register seit 16.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt ING KI?

ING setzt KI-Agenten ein, die im Auftrag von Bankkunden eigenständig Produkte suchen, auswählen und Zahlungen abschließen, erprobt in einer Pilottransaktion für Konzerttickets zusammen mit Worldline und Mastercard.

Kundenservice / FinanzberatungDigitaler Finanzratgeber für Verbraucher

Auf einen Blick

Unternehmen
ING
Land
Niederlande
Funktion
Kundenservice / Finanzberatung

Ausgangslage

ING erprobt, wie Bankkunden künftig mit digitalen Diensten interagieren werden. Der Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass klassische Such- und Kaufprozesse im digitalen Raum zeitintensiv sind. Das niederländische Institut arbeitet deshalb daran, KI-Agenten als aktive Vermittler zwischen Kunden, Händlern und Zahlungsinfrastruktur zu positionieren.

Was das Unternehmen konkret macht

ING hat gemeinsam mit Worldline und Mastercard eine agentenbasierte Zahlungstransaktion pilotiert, nach eigenen Angaben die erste dieser Art, die vollständig auf europäischer Infrastruktur läuft. Das Szenario: Ein ING-Kunde nutzt einen KI-Assistenten, um Tickets beim Royal Concertgebouw Orchestra zu kaufen. Der Kunde nennt dem Assistenten Kriterien wie Erlebniswunsch, Datum und Budget. Der Assistent schlägt Optionen vor, der Kunde wählt eine aus und bestätigt den Kauf. Alle Schritte von der Auswahl bis zum Zahlungsabschluss wurden vom KI-System ausgeführt. Das Pilotprojekt wurde auf der Konferenz Money 20/20 in Amsterdam vorgestellt.

Hans Overeem, Head of Payments bei ING in den Niederlanden, beschreibt das Ziel als „nahtlose, intelligente Interaktionen", die die Art verändern sollen, wie Menschen mit Banking und Online-Shopping umgehen.

Technik & Ansatz

Das Modell folgt dem Prinzip des sogenannten Agentic Commerce: KI-Agenten handeln innerhalb vom Kunden vorab definierter Grenzen autonom. Aktuell sind die Transaktionen noch assistiert, der Mensch bestätigt den finalen Schritt. Langfristig ist laut ING eine stärkere Autonomie der Agenten vorgesehen, weiterhin innerhalb klarer Kundenvorgaben. Die Infrastruktur basiert vollständig auf europäischen Systemen, an der Umsetzung beteiligt sind Worldline als Zahlungsdienstleister und Mastercard als Netzwerkpartner.

Einordnung

ING positioniert sich mit diesem Pilotprojekt als früher Tester von Agentic-Commerce-Modellen im Bankenumfeld. Die Pilottransaktion mit Konzerttickets ist ein kontrolliertes Einzelbeispiel, keine ausgerollte Massenanwendung. ING selbst bezeichnet die Zusammenarbeit als Gelegenheit, „die Rolle als vertrauenswürdiger Partner in einer zunehmend agentischen Zukunft im Banking auszubauen". Belastbare Nutzerzahlen, Skalierungspläne oder Ergebnisse aus einem breiteren Rollout nennt das verfügbare Material nicht.


Quellen

Unabhängig belegt

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