Kantonsspital Baden
Gesundheitswesen · Schweiz
Kantonsspital Baden: KI-Avatare zur mehrsprachigen Behandlungsaufklärung
Im Register seit 19.06.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt Kantonsspital Baden KI?
Das Kantonsspital Baden setzt KI-Avatare des Londoner Unternehmens Synthesia ein, um Patientinnen und Patienten in mehreren Sprachen über ihre Behandlungen aufzuklären und damit das medizinische Personal zu entlasten.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- Kantonsspital Baden
- Branche
- Gesundheitswesen
- Land
- Schweiz
- Funktion
- Patientenkommunikation
- KI-Technik
- KI-Avatare (via Synthesia)
- KI-Anbieter
- Microsoft / Azure (Sitz: USA, außerhalb der EU)
KI-Anbieter = Unternehmenssitz des genutzten Anbieters. Wo Daten konkret verarbeitet werden, hängt von Region und Vertrag ab. Keine Aussage zur DSGVO-Konformität.
Ausgangslage
Das Kantonsspital Baden (KSB) steht vor einer Herausforderung, die viele Spitäler kennen: Die Aufklärung von Patientinnen und Patienten über Diagnosen und Behandlungen ist zeitintensiv und bindet Fachpersonal. Hinzu kommt die sprachliche Vielfalt der Patientenschaft, eine verständliche Kommunikation unabhängig von der Herkunft der Betroffenen ist aufwändig zu gewährleisten. Das KSB beschreibt sich selbst als innovationsgetrieben; seit Anfang 2018 betreibt es den KSB Health Innovation Hub, um neue Entwicklungen im Gesundheitswesen frühzeitig aufzugreifen und gemeinsam mit externen Partnern umzusetzen.
Was das Unternehmen konkret macht
Das KSB führt Videos mit KI-Avataren ein, die medizinisches Wissen anschaulich vermitteln und Patientinnen und Patienten über ihre Behandlungen aufklären. Laut eigenen Angaben des Spitals ist das KSB eines der ersten Spitäler der Schweiz, das auf Video-Avatare setzt. Die Videos richten sich an Patientinnen und Patienten aller Herkünfte und sollen das Personal entlasten, das bisher diese Aufklärungsarbeit geleistet hat. Neben KI-Avataren kommen in den Videos auch grafische Elemente zum Einsatz.
Ein zentrales Merkmal ist die Mehrsprachigkeit: Die Videos werden laut KSB mit vergleichsweise geringem Aufwand in diverse Sprachen übersetzt, sodass Patientinnen und Patienten unabhängig von ihrer Herkunft erreicht werden können.
Technik & Ansatz
Die KI-Avatare entstehen in Zusammenarbeit mit dem in London ansässigen KI-Unternehmen Synthesia, das mittlerweile auch ein Büro in Zürich unterhält. Das KSB beschreibt KI-Avatare als digitale Abbilder von Personen mit realistischer Sprache und Mimik. Digitale Darstellungen realer Personen werden dabei ausschließlich mit deren ausdrücklicher Zustimmung erstellt, wie das Spital festhält.
Ergebnisse
Konkrete Kennzahlen, etwa zur Anzahl produzierter Videos, zu erreichter Patientenzahl oder zur messbaren Entlastung des Personals, liegen aus den verfügbaren Quellen nicht vor. Das Spital positioniert den Einsatz als Beitrag zu verständlicherer Patienteninformation und als Möglichkeit, die Aufklärungsarbeit des medizinischen Fachpersonals zu reduzieren.
Einordnung
Der Einsatz von KI-Avataren zur Patientenaufklärung steht im Kontext einer breiteren Digitalisierungsstrategie des KSB. Das Spital arbeitet im Rahmen seines Health Innovation Hub mit einer Reihe von Technologiepartnern zusammen, darunter Startups sowie Institutionen wie ETH und Universität Zürich. Der Avatar-Einsatz mit Synthesia ist ein spezifisches Projekt innerhalb dieses Ökosystems. Das Spital betont die Relevanz mehrsprachiger Kommunikation als konkreten Mehrwert gegenüber herkömmlichen Aufklärungsformaten.
Quellen
Unabhängig belegtVon einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.
- ↗Kantonsspital Baden nutzt KI-Avatare zur Patienteninformation - IT-Markt
- ↗A smart hospital with 600 years of tradition - Siemens
- ↗Kantonsspital Baden drives Healthcare Innovation with Microsoft, D ONE, and Decentriq - Microsoft Source
- ↗Kantonsspital Baden and heyPatient AG collaborate for cloud-based health assistant - Microsoft Source
KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle.
Verwandte Fälle
Uniklinikum (nicht namentlich genannt)
Gesundheitswesen
Uniklinikum automatisiert Patientenanrufe mit Voice-KI
Ein Uniklinikum setzt eine Voice-KI von Octonomy ein, die eingehende Patientenanrufe automatisiert bearbeitet, medizinische Daten wie Alter und Versicherungsstatus abfragt und Termine vereinbart, ohne Warteschleife.
Patientenkommunikation / Terminmanagement · Voice-KI / KI-Agent
Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine
Gesundheitswesen
KI-Begleitroboter Moflin auf der Kinderstation: Jikei-Universitätskrankenhaus Tokio
Das Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine setzt den KI-Begleitroboter Moflin auf seiner Kinderstation und in Isolierzimmern ein, um Kindern während des Krankenhausaufenthalts emotionale Unterstützung zu bieten.
Patientenbetreuung · KI-Roboter (Moflin)
Yale New Haven Health System
Gesundheitswesen
Yale New Haven Health: KI reduziert manuelle Chart-Reviews in der Onkologie
Yale New Haven Health System setzt die KI-Plattform von Triomics ein, um umfangreiche Patientenakten in der Onkologie automatisiert auszuwerten und manuelle Chart-Reviews zu reduzieren.
Klinische Prozesse / Digital Health · Onkologie-spezialisiertes Large Language Model (Triomics)
Jede Woche neue KI-Fallstudien
Wie Unternehmen KI wirklich einsetzen: kuratiert, mit Quelle. Der Newsletter startet bald, trag dich ein und sei von Anfang an dabei.
Abonnieren