Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine

Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine

Gesundheitswesen · Japan

✓ Quelle

KI-Begleitroboter Moflin auf der Kinderstation: Jikei-Universitätskrankenhaus Tokio

Wie nutzt Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine KI?

Das Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine setzt den KI-Begleitroboter Moflin auf seiner Kinderstation und in Isolierzimmern ein, um Kindern während des Krankenhausaufenthalts emotionale Unterstützung zu bieten.

PatientenbetreuungEinsatz des KI-Begleitroboters Moflin zur emotionalen Unterstützung von Kindern auf der Kinderstation und in IsolierzimmernKI-Roboter (Moflin)

Auf einen Blick

Unternehmen
Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine
Branche
Gesundheitswesen
Land
Japan
Funktion
Patientenbetreuung
KI-Technik
KI-Roboter (Moflin)

Ausgangslage

Kinder, die stationär behandelt werden – insbesondere in Isolierzimmern –, haben häufig eingeschränkten sozialen Kontakt. Tiergestützte Therapieansätze, die in anderen Kontexten zur emotionalen Unterstützung eingesetzt werden, sind in Krankenhäusern aus hygienischen oder organisatorischen Gründen oft nicht umsetzbar. Das Universitätskrankenhaus der Jikei University School of Medicine in Tokio suchte nach einer praktikablen Alternative.

Was das Unternehmen konkret macht

Das Krankenhaus setzt den KI-Roboter Moflin des japanischen Technologiekonzerns Casio auf der Kinderstation sowie in Isolierzimmern ein. Moflin dient dort als Begleiter für Kinder während ihres Aufenthalts. Das Konzept orientiert sich nach Angaben von Casio an Ansätzen der tiergestützten Therapie. Da Moflin ein Roboter ist, kann er in Bereichen genutzt werden, in denen echte Tiere nicht zugelassen sind.

Technik & Ansatz

Moflin ist ein künstliches Haustier mit den Abmessungen 13 × 9 × 18 Zentimeter und einem weichen Fell. Der Roboter reagiert mit Lautäußerungen auf seine Umgebung und passt sein Verhalten an die Interaktionen mit den Nutzenden an. Nach Angaben von Casio erkennt Moflin Personen, die regelmäßig mit ihm sprechen, als Bezugspersonen und reagiert auf Berührungen und andere Formen der Zuwendung. Das Unternehmen gibt an, dass dabei mehr als vier Millionen verschiedene Persönlichkeitsmuster entstehen können. Die Entwicklung erfolgte 2024 unter Nutzung von Technologien, die ursprünglich für den Druckerbereich entwickelt wurden.

Ergebnisse

Konkrete Wirksamkeitsdaten aus dem Krankenhauseinsatz liegen in den verfügbaren Quellen nicht vor. Zum breiteren Produkterfolg: Casio verkaufte nach eigenen Angaben bis Ende Dezember 2025 mehr als 20.000 Geräte weltweit.

Einordnung

Der Einsatz von Moflin im Krankenhaus steht im Kontext eines in Japan seit Jahren wachsenden Marktes für soziale Roboter. Treiber sind unter anderem die alternde Bevölkerung, steigende Einpersonenhaushalte und eine vergleichsweise hohe gesellschaftliche Akzeptanz von Robotern im Alltag. Moflin bewegt sich damit in einer Tradition mit etablierten Produkten wie der Roboterrobbe Paro, die bereits seit den 2000er-Jahren in Pflegeeinrichtungen eingesetzt wird. Für Casio selbst ist der Krankenhauseinsatz Teil einer Wachstumsstrategie, die das Unternehmen unter dem Begriff „Personal Wellbeing" bündelt und mit der es die Abhängigkeit vom Uhrengeschäft reduzieren will.


Quellen

KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle.


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