Lastminute

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Reise / Online-Reiseanbieter · Schweiz

Unabhängig belegt

Lastminute baut 25 % der Stellen ab und integriert KI in Kernprozesse

Reifegrad: Skaliert

Im Register seit 18.06.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Lastminute KI?

Lastminute integriert KI in seine Kernprozesse und kundenseitigen Anwendungen und baut im Zuge dieser Neuausrichtung rund 400 Stellen, ein Viertel der Belegschaft, ab.

Operations / KernprozesseKI-Integration in Kernprozesse, Stellenabbau durch AutomatisierungKI (nicht näher spezifiziert)

Auf einen Blick

Unternehmen
Lastminute
Branche
Reise / Online-Reiseanbieter
Land
Schweiz
Funktion
Operations / Kernprozesse
KI-Technik
KI (nicht näher spezifiziert)
Ergebnis
~400 Stellen abgebaut (25 % von ca. 1.600); jährliche Kosteneinsparungen von ca. 16 Mio. Euro ab 2027

Ausgangslage

Lastminute.com ist einer der größten europäischen Anbieter von Pauschalreisen. Das an der Schweizer Börse SIX kotierte Unternehmen mit Hauptsitz in Chiasso kombiniert Flüge, Hotels und weitere Reiseleistungen auf einer eigenen Plattform. Zum Konzern gehören neben der Marke lastminute.com auch Volagratis, Rumbo, weg.de, Bravofly, Jetcost und Hotelscan. Per Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 1.600 Mitarbeitende.

CEO Alessandro Petazzi begründete die Neuausrichtung mit einem strukturellen Wandel in der Branche: „AI adoption in the travel industry has been fast and will only accelerate: AI is changing how customers search, book, and are served, and how the companies behind them are built."

Was das Unternehmen konkret macht

Lastminute baut rund 25 Prozent seiner Belegschaft ab. Eine absolute Zahl sowie eine Aufschlüsselung nach Ländern oder Funktionen nannte das Unternehmen nicht. Auf Basis der rund 1.600 Mitarbeitenden per Ende 2025 entspricht dies nach Berechnung auf Grundlage des Geschäftsberichts 2025 rund 400 Arbeitsplätzen. Der Stellenabbau betrifft mehrere Länder und unterliegt den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben sowie vorgeschriebenen Konsultationen mit Arbeitnehmervertretungen.

Parallel investiert das Unternehmen in KI-Anwendungen mit direktem Kundenkontakt sowie in die dafür notwendige Dateninfrastruktur und spezialisiertes Fachwissen. Der Hauptsitz in Chiasso bleibt laut einer Unternehmenssprecherin bestehen; dort sind weiterhin ein großer Teil der Belegschaft und die Konzernleitung ansässig.

Technik & Ansatz

Im Zentrum der Neuausrichtung steht die Einführung von KI in die Kernprozesse des Unternehmens. Konkret nennt Lastminute zwei Investitionsschwerpunkte: kundenseitige KI-Anwendungen sowie die Optimierung der Dateninfrastruktur. Weitergehende technische Details zu eingesetzten Systemen oder Methoden wurden öffentlich nicht kommuniziert.

Ergebnisse

Die Umstrukturierung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Ab 2027 erwartet Lastminute daraus jährliche Kosteneinsparungen von rund 16 Millionen Euro. Laut Unternehmensangaben sollen die Maßnahmen die operative Hebelwirkung erhöhen, profitables Wachstum ermöglichen und die Wettbewerbsposition stärken.

Einordnung

Der Fall Lastminute steht exemplarisch für eine breitere Entwicklung: Reiseunternehmen passen ihre Personalstruktur direkt mit dem Verweis auf KI-bedingte Effizienzgewinne an. Lastminute ist dabei eines der ersten börsennotierten europäischen Reiseunternehmen, das einen quantifizierten Stellenabbau explizit mit der KI-Integration begründet. Offen bleibt, welche Funktionen konkret wegfallen und in welchem Umfang neue, auf KI spezialisierte Stellen entstehen.


Quellen

Unabhängig belegt

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