StuBay Freizeitcenter
Freizeitcenter / Schwimmbad · Österreich
StuBay nutzt Server-Abwärme zum Heizen
Im Register seit 01.11.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.
Wie nutzt StuBay Freizeitcenter KI?
StuBay plant, KI-Server in die Gebäudetechnik zu integrieren und ihre Abwärme für die Wärmeversorgung des Freizeitcenters zu nutzen.
Auf einen Blick
- Unternehmen
- StuBay Freizeitcenter
- Branche
- Freizeitcenter / Schwimmbad
- Land
- Österreich
- Funktion
- Gebäudetechnik und Wärmeversorgung
- KI-Technik
- KI-Server und Abwärmenutzung
- Ergebnis
- Abwärme bis zu 70 Grad Celsius; keine zusätzliche Wärmepumpe erforderlich.
Ausgangslage
Der Betrieb von Servern für Anwendungen der künstlichen Intelligenz erzeugt Wärme. Diese bleibt häufig ungenutzt. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies verfolgt deshalb den Ansatz, Rechenleistung dort aufzubauen, wo die entstehende Wärme direkt benötigt wird. Als geeignete Standorte nennt das Unternehmen unter anderem Schwimmbäder, weil dort ganzjährig ein hoher Wärmebedarf besteht.
Das Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ist der zweite präsentierte Kundenstandort von Serwas Technologies. Zuvor hatte das Startup ein erstes Projekt in einem Innsbrucker Hallenbad vorgestellt.
Was das Unternehmen konkret macht
Im StuBay sollen noch vor Jahresende erste Server installiert und in die bestehende Gebäudetechnik integriert werden. Die dabei entstehende Abwärme soll für die Wärmeversorgung des Freizeitcenters genutzt werden. Serwas stellt dabei externen Unternehmen Rechenleistung zur Verfügung und liefert den Projektpartnern die beim Serverbetrieb entstehende Wärme.
Das Projekt verbindet damit digitale Infrastruktur mit einem lokalen Wärmebedarf. Das StuBay dient als Standort, an dem die Wärme aus dem Betrieb der KI-Server unmittelbar im eigenen Gebäudebetrieb eingesetzt werden soll.
Technik & Ansatz
Serwas setzt auf eine eigens entwickelte Kühltechnologie. Nach Angaben des Unternehmens lässt sich die Abwärme damit auf Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius bringen und nutzen. Eine zusätzliche Wärmepumpe sei dafür nicht erforderlich.
Der Ausbau ist schrittweise geplant. Serwas will die Serverkapazitäten gemeinsam mit weiteren Fachunternehmen an den Wärmebedarf und die technischen Voraussetzungen des Freizeitcenters anpassen. Mit dem Ausbau soll auch der Beitrag der Anlage zur Wärmeversorgung steigen.
Ergebnisse
Zum beschriebenen Projekt liegen vor der Installation der ersten Server noch keine Angaben zu tatsächlich erzielten Energieeinsparungen, zur erzeugten Wärmemenge oder zu den Betriebskosten vor. Belegt ist der geplante Einsatz einer Kühltechnologie, die eine Nutzung der Server-Abwärme bei bis zu 70 Grad Celsius ermöglichen soll. Nach Angaben des Unternehmens ist dafür keine zusätzliche Wärmepumpe erforderlich.
Einordnung
Das StuBay ist nach dem Innsbrucker Hallenbad der zweite präsentierte Kundenstandort von Serwas Technologies. Der Ansatz des Startups besteht darin, Rechenleistung und Wärmeversorgung an einem Ort zu verbinden. Für die weitere Entwicklung will Serwas zusätzliches Kapital aufnehmen; dazu läuft eine Crowdinvestingkampagne. Im September hatte das Unternehmen eine Pre-Seed-Finanzierung von knapp 300.000 Euro bekannt gegeben.
Quellen
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