Volkswagen

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Automotive · Germany

Vom Unternehmen berichtet

Volkswagen integriert ChatGPT als Standardfunktion in den Fahrzeug-Sprachassistenten IDA

Reifegrad: Skaliert

Im Register seit 04.06.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Volkswagen KI?

Volkswagen bindet ChatGPT über Cerence Chat Pro in den serienmäßigen IDA-Sprachassistenten ein, sodass Fahrer per natürlicher Sprache erweiterte Informationsabfragen direkt im Fahrzeug nutzen können, ohne zusätzliches Konto oder App.

Produkt / FahrzeugfunktionChatGPT-Integration in Sprachassistent (IDA) für Fahrerinformationen und FahrzeugsteuerungChatGPT (via Cerence Chat Pro)

Auf einen Blick

Unternehmen
Volkswagen
Branche
Automotive
Land
Germany
Funktion
Produkt / Fahrzeugfunktion
KI-Technik
ChatGPT (via Cerence Chat Pro)
KI-Anbieter
Cerence (Sitz: USA, außerhalb der EU)
Ergebnis
Ab dem zweiten Quartal 2024 in vielen Serienfahrzeugen als Standardfunktion verfügbar; fünf Systemsprachen unterstützt

KI-Anbieter = Unternehmenssitz des genutzten Anbieters. Wo Daten konkret verarbeitet werden, hängt von Region und Vertrag ab. Keine Aussage zur DSGVO-Konformität.

Ausgangslage

Der IDA-Online-Sprachassistent war in aktuellen Volkswagen-Modellen bereits vor der ChatGPT-Integration vorhanden. Über IDA ließen sich Infotainment, Navigation und Klimaanlage per Sprachbefehl steuern, und das Fahrzeug konnte Fragen zu verschiedenen Themen beantworten. Die Möglichkeiten dieser Funktion waren jedoch auf das fahrzeugeigene System begrenzt.

Was das Unternehmen konkret macht

Volkswagen integriert ChatGPT als Standardfunktion in den IDA-Sprachassistenten. Auf der CES 2024 (9., 12. Januar 2024) in Las Vegas stellte Volkswagen die ersten Fahrzeuge mit dieser Integration vor. Ab dem zweiten Quartal 2024 sollen viele Serienmodelle, die auf der MEB- und der MQB-evo-Plattform basieren und IDA nutzen, über die neue Funktion verfügen. Volkswagen bezeichnet sich damit als ersten Volumenhersteller, der ChatGPT als Serienausstattung anbietet.

Für Nutzer ändert sich die Bedienung kaum: Der Assistent wird weiterhin durch den Zuruf „Hello IDA" oder per Lenkradtaste gestartet. Bestehende VW-Connect- bzw. VW-Connect-Plus-Konten reichen aus; ein zusätzliches Konto oder eine zusätzliche App ist nicht erforderlich.

Technik & Ansatz

Technische Grundlage ist „Cerence Chat Pro" des Unternehmens Cerence Inc., das als Technologiepartner für automotive KI-Lösungen fungiert. Cerence Chat Pro greift auf verschiedene Quellen zurück, darunter ChatGPT, um IDA in die Lage zu versetzen, möglichst jede Anfrage präzise zu beantworten.

Das System arbeitet nach einem Stufenprinzip: Kann eine Anfrage durch das Volkswagen-eigene System beantwortet werden, bleibt sie intern. Nur wenn das nicht möglich ist, wird die Anfrage anonymisiert an ChatGPT weitergeleitet. Die Antwort wird anschließend in der gewohnten IDA-Stimme ausgegeben. ChatGPT erhält zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Fahrzeugdaten. Anfragen und Antworten werden unmittelbar nach der Sitzung gelöscht.

Fahrer können die Online-Sprachassistenz jederzeit in den Datenschutzeinstellungen des Infotainmentsystems oder in der Volkswagen-App deaktivieren. Die Funktion ist aktuell in fünf Systemsprachen verfügbar: Englisch (US), Englisch (UK), Spanisch, Tschechisch und Deutsch.

Die inhaltlichen Einsatzbereiche, die Volkswagen nennt, umfassen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Auskünfte zu vergangenen Sportereignissen sowie allgemeine Wissensabfragen, etwa das Lösen mathematischer Aufgaben. Die Bedienung erfolgt in natürlicher Sprache, ohne dass der Fahrer den Blick von der Straße nehmen muss.

Ergebnisse

Konkrete Nutzungszahlen oder Qualitätsmessungen liegen aus den vorliegenden Quellen nicht vor. Als belegtes Ergebnis gilt die Markteinführung als Serienausstattung ab dem zweiten Quartal 2024 in vielen Produktionsfahrzeugen der genannten Plattformen.

Einordnung

Kai Grünitz, im Markenvorstand für Entwicklung zuständig, ordnet den Schritt in die Unternehmenstradition ein: „Volkswagen has a long tradition of democratising technologies. As a volume manufacturer, we make these technologies accessible to large numbers of people." Die Integration in das Backend des bestehenden Sprachassistenten, statt einer separaten Applikation, folgt dem Ansatz, den Zugang für Bestandskunden möglichst niedrigschwellig zu gestalten. Der Datenschutzansatz (anonyme Weiterleitung, sofortige Löschung, kein Zugriff auf Fahrzeugdaten) ist explizit als Gestaltungsprinzip dokumentiert.


Quellen

Vom Unternehmen berichtet

Quelle ist das Unternehmen selbst (Pressemitteilung/Newsroom): eine Eigenangabe, nicht unabhängig bestätigt.

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