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Versicherungen · Deutschland

Unabhängig belegt

Allianz nutzt KI für Schäden und interne Wissensarbeit

Reifegrad: Skaliert

Im Register seit 10.06.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt Allianz KI?

Allianz nutzt Project Nemo für einfache Schadenfälle und AllianzGPT als interne Plattform für Beschäftigte. Menschen prüfen wichtige Ergebnisse und treffen die letzte Auszahlungsentscheidung.

Recruiting / Talent AcquisitionSchadenbearbeitung und interne WissensarbeitAgentische KI, generative KI, AllianzGPT

Auf einen Blick

Unternehmen
Allianz
Land
Deutschland
Funktion
Recruiting / Talent Acquisition
KI-Technik
Agentische KI, generative KI, AllianzGPT
Ergebnis
Project Nemo: 80 % kürzere Bearbeitungs- und Abwicklungszeit; AllianzGPT: über 60.000 aktive Nutzer, über 10 Mio. Eingaben und 95 % wöchentliche Nutzung unter aktiven Nutzern (Allianz-Angaben).

Ausgangslage

Versicherer bearbeiten viele wiederkehrende Vorgänge, müssen aber jede Zahlung, jedes Dokument und jedes Risiko nachvollziehbar prüfen. Allianz nutzt KI deshalb nicht nur für Antworten. Das Unternehmen verbindet spezialisierte Agenten für Schäden mit einer internen Plattform für Wissensarbeit. Laut Allianz waren im März 2026 mehr als 900 KI-Anwendungen im Konzern erfasst.

Project Nemo für einfache Schadenfälle

Project Nemo startete im Juli 2025 in Australien für Schäden durch verdorbene Lebensmittel nach wetterbedingten Stromausfällen. Sieben spezialisierte KI-Agenten teilen den Ablauf auf. Ein Agent plant, andere prüfen Deckung, Wetter, Betrug und die mögliche Zahlung. Ein Prüfagent fasst die Schritte zusammen.\n\nDie letzte Entscheidung über die Auszahlung trifft ein Mensch. Nach Angaben der Allianz sank die Zeit für Bearbeitung und Abwicklung um 80 Prozent. Ein Beispielvorgang bis zur menschlichen Prüfung dauert weniger als fünf Minuten. Einfache Fälle unter 500 australischen Dollar werden laut Allianz statt nach mehreren Tagen oft innerhalb eines Tages oder weniger Stunden bearbeitet. Das System ging in weniger als 100 Tagen live.

AllianzGPT für Beschäftigte

AllianzGPT wurde am 1. September 2023 eingeführt. Die interne Plattform hilft bei Zusammenfassungen, Übersetzungen, Vergleichen, Dokumentenprüfung und der Suche in freigegebenen Inhalten. Anfang 2025 nutzten laut Allianz mehr als 60.000 Beschäftigte das System aktiv. Ziel war die Verfügbarkeit für alle 158.000 Beschäftigten.\n\nDie Plattform bot zu diesem Stand 60 fachbezogene Premium-Instanzen. Aktive Nutzer hatten mehr als zehn Millionen Eingaben erstellt; Allianz nannte eine wöchentliche Nutzung von 95 Prozent unter dieser Gruppe. Geteilte Inhalte bleiben laut Unternehmen in der Allianz Azure Cloud. Antworten sollen Quellen und Seitenzahlen nennen, damit Nutzer Angaben prüfen können.

Weitere Nutzung in der Versicherung

Bei der Tierkrankenversicherung in Deutschland wurden 2025 laut Allianz 49,7 Prozent der Schadenfälle vollautomatisch bearbeitet. Bei einfachen Fällen erfolgte die Zahlung innerhalb weniger Stunden. Im Pannendienst von Allianz Partners begleiten KI-Agenten den Ablauf vom ersten Anruf bis zum Eintreffen des Abschleppwagens. Diese Beispiele zeigen, dass der Einsatz über einzelne Versuche hinausgeht.

Prüfung, Verantwortung und Grenzen

Allianz nennt menschliche Verantwortung als Grundsatz. Bei Nemo wird die Auszahlung nie allein von der KI beschlossen. Für AllianzGPT setzt das Unternehmen auf Schulung, Quellenhinweise und Warnungen vor erfundenen Angaben. Ein konzernweites Data and AI Trust Advisory Board berät den Vorstand zu Datenethik und rechtmäßigem Einsatz.\n\nDie Zahlen auf dieser Seite stammen von Allianz. Sie belegen breite Nutzung und kürzere Abläufe, ersetzen aber keine unabhängige Prüfung von Qualität, Kosten oder Kundenzufriedenheit. Aussagen zu Allianz-Fonds oder ETFs sind nicht Teil dieses Falls.


Quellen

Unabhängig belegt

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