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BMW

Automobilhersteller · Deutschland

Unabhängig belegt

BMW: KI-gestützte Humanoide Robotik in der Komponentenfertigung

Im Register seit 22.07.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt BMW KI?

BMW entwickelt am Standort Landshut eine softwareseitige Grundlage für humanoide Fertigungsroboter, die mittels KI-Modellen, Simulation und sensorbasiertem Training für flexible Produktionsaufgaben qualifiziert werden sollen, während parallele Pilotprojekte in Leipzig und Spartanburg konkrete Produktionsanwendungen erproben.

Logistik / FertigungKI-gestützte Lager- und FertigungsrobotikSereact Cortex

Auf einen Blick

Unternehmen
BMW
Land
Deutschland
Funktion
Logistik / Fertigung
KI-Technik
Sereact Cortex

Ausgangslage

In der Fahrzeugfertigung stoßen klassische Automatisierungslösungen an Grenzen, wenn Aufgaben wechselnde Abläufe, variierende Bauteilpositionen oder feinmotorische Anforderungen umfassen. Genau auf diese Lücke zielt BMW mit seinem Engagement in der humanoiden Robotik. Bisherige starre Automationssysteme können solche Tätigkeiten nach BMW-Einschätzung nur schwer oder mit hohem Aufwand abdecken.

Was das Unternehmen konkret macht

BMW hat das Werk Landshut zum zentralen Entwicklungsstandort für die Software humanoider Robotersysteme bestimmt. Dort entstehen Trainings­daten, virtuelle Simulationen, Bewegungsplanungsmodelle und das eigentliche Training der Roboter. Ergänzend laufen konkrete Pilotprojekte in den BMW-Werken Leipzig und Spartanburg, wo Anwendungen im laufenden Produktionsumfeld erprobt werden.

„An unserem Standort in Landshut verbinden wir Software-Expertise mit der industriellen Praxis unserer Komponentenfertigung. So können wir neue Technologien frühzeitig testen und deren Nutzen für die Produktion fundiert bewerten", erklärt Wolfgang Blümlhuber, Leiter Technologie Fahrdynamik und Eigenfertigungsteile bei BMW.

Technik & Ansatz

BMW setzt auf eine offene, modulare Softwarearchitektur, die fest programmierte Abläufe mit KI-Modellen kombiniert. Eine zentrale Rolle spielen sogenannte Vision-Language-Action-Modelle: Sie übersetzen visuelle Informationen und Aufgabenbeschreibungen in konkrete Roboterbewegungen.

Bevor Anwendungen in die laufende Fertigung überführt werden, durchlaufen sie zunächst Simulationen und Testumgebungen. Für die Datenerhebung kommen Kameras, Motion-Capture-Anzüge und Daten­handschuhe zum Einsatz. Der angestrebte sogenannte „Intelligence Stack" soll Wahrnehmung, Lernen, Simulation und Entscheidungsfindung integrieren.

„Für uns ist entscheidend, die Technologie sehr nah an realen Anforderungen zu entwickeln. Wir prüfen nicht nur, was technisch möglich ist, sondern auch, wo humanoide Robotik in der Komponentenfertigung tatsächlich einen robusten Mehrwert bringen kann", so Christoph Jagoda, Projektleiter Physical AI im BMW Group Werk Landshut.

In der Entwicklung arbeitet BMW unter anderem mit Athenyx Robotics und der Hochschule Landshut zusammen. Langfristiges Ziel ist es, erlernte Fähigkeiten auf verschiedene Robotermodelle und Produktionsanwendungen übertragen zu können.

Ergebnisse

Konkrete Produktionskennzahlen oder Messergebnisse aus dem laufenden Betrieb liegen auf Basis der verfügbaren Quellen nicht vor. BMW betont selbst, dass die Zuverlässigkeit der Systeme unter wechselnden Produktionsbedingungen das entscheidende Kriterium für eine spätere Skalierung sei. Das Projekt befindet sich ausdrücklich in einer Grundlagen- und Erprobungsphase.

Einordnung

Das Landshut-Projekt ist kein Produktionseinsatz im klassischen Sinne, sondern eine gezielte Infrastrukturmaßnahme: BMW schafft die softwareseitigen Voraussetzungen für einen späteren breiteren Einsatz humanoider Roboter. Dabei geht es dem Unternehmen nach eigener Aussage nicht allein um technische Machbarkeit, sondern ebenso um die wirtschaftliche Bewertung konkreter Fertigungsprozesse. Der Fokus liegt auf Tätigkeiten, die sich mit herkömmlicher Automatisierung nur schwer oder kostspielig umsetzen lassen.


Quellen

Unabhängig belegt

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