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dsm-firmenich

Ernährung, Gesundheit und Schönheit

Unabhängig belegt

dsm-firmenich: KI für Inhaltsstoffentwicklung und Destillation

Reifegrad: Im Einsatz

Im Register seit 27.09.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt dsm-firmenich KI?

dsm-firmenich nutzt KI-Modelle, molekulare Daten und Rezeptorbiologie, um Inhaltsstoffe zu entdecken, Molekülstrukturen vorherzusagen und zu entwerfen sowie die Destillation zu optimieren.

Kreativitätssteigerung sowie Vorhersage von Moleküleigenschaften für Duft, Geschmack, Stabilität und NachhaltigkeitKI-gestützte Entdeckung und Entwicklung von Inhaltsstoffen; Optimierung der DestillationMolecule Fingerprinting, AlphaFold und weitere KI-/Datenwissenschaftsmodelle

Auf einen Blick

Unternehmen
dsm-firmenich
Funktion
Kreativitätssteigerung sowie Vorhersage von Moleküleigenschaften für Duft, Geschmack, Stabilität und Nachhaltigkeit
KI-Technik
Molecule Fingerprinting, AlphaFold und weitere KI-/Datenwissenschaftsmodelle
Ergebnis
30 Prozent höhere Ausbeute bei einem wichtigen Lebensmittel- und Getränkeinhaltsstoff

Ausgangslage

dsm-firmenich verbindet KI mit über Jahrzehnte beziehungsweise mehr als ein Jahrhundert aufgebauten Daten aus sensorischer Wissenschaft, Neurowissenschaften, Rezeptorbiologie, Chemie und Inhaltsstoffformulierung. Das Unternehmen setzt die Technologie nach eigenen Angaben nicht nur zur Effizienzsteigerung ein, sondern auch zur Unterstützung kreativer Prozesse in Ernährung, Gesundheit und Schönheit.

Was das Unternehmen konkret macht

Das Unternehmen nutzt KI zur Entdeckung und Entwicklung neuer Duft- und Geschmacksmoleküle. Ein Beispiel ist die Optimierung der Destillation von Parfüminhaltsstoffen. Im vergangenen Jahr wurde dabei die Ausbeute eines wichtigen Lebensmittel- und Getränkeinhaltsstoffs um 30 Prozent gesteigert.

Für die Inhaltsstoffentdeckung verwendet dsm-firmenich unter anderem das Tool „Molecule Fingerprinting“. Es erstellt für jedes Molekül einen digitalen Fingerabdruck und erfasst Merkmale, die dessen Verhalten bestimmen. Damit lassen sich Eigenschaften wie Duft, Geschmack, Stabilität oder Nachhaltigkeit vorhersagen, bevor das Molekül im Labor hergestellt wird.

Technik & Ansatz

„Molecule Fingerprinting“ ist Teil des Ansatzes „Discovery 2.0“. Dieser verbindet KI und Datenwissenschaft mit Chemie und Rezeptorbiologie. Die Modelle sollen vorhersagen, wie Moleküle mit Geschmacks- und Geruchsrezeptoren interagieren, und bei der Identifikation geeigneter Molekülstrukturen helfen.

Zusätzlich arbeitet dsm-firmenich mit dem KI-Unternehmen Boltz PBC zusammen. Die Partnerschaft kombiniert die biomolekularen Basismodelle von Boltz mit der Bibliothek von dsm-firmenich zu Geschmacks- und Geruchsrezeptoren. Geplant sind exklusive KI-Modelle, die auf dem Wissen des Unternehmens aus der sensorischen Wissenschaft aufbauen und Molekülstrukturen vorhersagen und entwerfen.

Wissenschaftler von dsm-firmenich erhalten Zugang zur Boltz-Plattform, einschließlich der Benutzeroberfläche Boltz Lab, einer API und einer Integration mit Large-Language-Model-Agenten. Diese Integration soll Forschern ermöglichen, komplexe Vorhersage- und Moleküldesign-Workflows in natürlicher Sprache zu steuern. Boltz-Forscher arbeiten zudem direkt mit Teams von dsm-firmenich zusammen.

Ergebnisse

Bei der Destillation eines wichtigen Lebensmittel- und Getränkeinhaltsstoffs erhöhte dsm-firmenich die Ausbeute um 30 Prozent. Für „Molecule Fingerprinting“ beschreibt das Unternehmen außerdem eine höhere Erfolgsrate bei der Entdeckung neuer Inhaltsstoffe und beschleunigte Entwicklungszeiten. Konkrete Werte zu diesen beiden Punkten werden in den vorliegenden Quellen nicht genannt.

Das Unternehmen entwickelte nach eigenen Angaben bereits 2020 das weltweit erste KI-kreierte Aroma. Die Boltz-Partnerschaft erweitert den KI-Einsatz um biomolekulare Modellierung, Rezeptordaten und die Entwicklung von Duft- und Geschmacksmolekülen.

Einordnung

Der Einsatz reicht von der Prozessoptimierung bei der Destillation bis zur computergestützten Auswahl und Entwicklung neuer Moleküle. Die Quellen beschreiben KI dabei als Verbindung von wissenschaftlichen Daten, biomolekularen Modellen und menschlicher Kreativität. Eine vollständige wirtschaftliche Bewertung oder Angaben zu Investitionen und laufendem Einsatzumfang sind in den vorliegenden Auszügen nicht enthalten.


Quellen

Unabhängig belegt

Von einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.

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