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EY

Wirtschaftsprüfung und Beratung · Österreich

Unabhängig belegt

EY: KI-gestützte Arbeitsabläufe mit menschlicher Aufsicht

Reifegrad: Im Einsatz

Im Register seit 02.10.2026. Wir verfolgen, was aus diesem KI-Einsatz wird.

Wie nutzt EY KI?

EY unterstützt Unternehmen bei KI-gestützten Arbeitsabläufen, Qualifizierung und der Zusammenarbeit mit Ökosystempartnern; konkrete Beispiele sind Lion und Daikin.

KI-Use-Cases

Auf einen Blick

Unternehmen
EY
Land
Österreich
Ergebnis
Bei Lion nennt EY 75 % schnellere Kundenreaktionen und rund 30 % verbesserte Betriebskosten in der Personalfunktion.

Ausgangslage

EY beschreibt KI nicht als Ersatz für menschliche Urteilsfähigkeit. In einem Beitrag aus dem Umfeld des Unternehmens wird ausgeführt, dass KI vor allem wiederkehrende Aufgaben und die Auswertung von Daten unterstützt, während Menschen Ziele definieren, Kontext bewerten und für Ergebnisse verantwortlich bleiben. Für die Einführung von KI nennt EY zudem Lücken bei Talentinvestitionen als Hindernis: Unternehmen schöpften dadurch nach dieser Darstellung bis zu 40 % der möglichen Produktivitätsgewinne nicht aus.

Auch die von EY befragten Unternehmen berichten von einer Lücke zwischen Produktivität und finanziellem Nutzen. In einer CEO-Befragung bezeichnete die Hälfte der Befragten KI als wichtigsten Treiber wesentlicher Produktivitätsgewinne in den vorhergehenden zwölf Monaten. Zugleich gab knapp ein Viertel an, dass die Umwandlung dieser Gewinne in messbare finanzielle Ergebnisse schwerfalle. Nur 16 % der CEOs verfügten laut EY über klare Echtzeit-Transparenz zum KI-Return on Investment.

Was das Unternehmen konkret macht

EY unterstützt Organisationen nach eigener Darstellung dabei, Grundlagen für die Skalierung von Technologie zu schaffen. Der Ansatz verbindet die Zusammenarbeit mit Ökosystempartnern, Qualifizierung und die Neugestaltung von Arbeitsabläufen. Dabei sollen Menschen in Entscheidungen und bei der Aufsicht über KI eingebunden bleiben.

Als Praxisbeispiel beschreibt EY die Zusammenarbeit mit dem Getränkehersteller Lion. Lion arbeitete mit Partnern, die bereits Teile einer KI-gestützten Personalfunktion umgesetzt hatten. Nach Angaben von EY führte dies zu einer um 75 % schnelleren Reaktionsgeschwindigkeit gegenüber Kunden und zu einer Verbesserung der Betriebskosten in der Personalfunktion um rund 30 %.

EY verweist außerdem auf die Einführung eines ERP-Systems bei Daikin. Dort unterstützte KI die Code-Erstellung und automatisierte Tests; Beschäftigte überwachten Ausnahmen und Szenarien mit hohem Risiko. Laut EY beschleunigte dieser Ansatz die Umsetzung um etwa 30 %. In einem Pilotprojekt stieg die Effizienz an Schaltern um 10 %, während sich der Finanzabschluss um 20 % beschleunigte.

Technik & Ansatz

Der beschriebene Ansatz ordnet Aufgaben nicht als starre Abfolge zwischen KI und Mensch. Stattdessen sollen Menschen und KI während des gesamten Prozesses beitragen. EY begründet dies damit, dass starre Übergaben zwischen beiden Seiten Möglichkeiten für Urteilsentscheidungen verringern und zusätzliche Iterationen verursachen können.

Für die Nutzung von KI betont EY KI-Kompetenz als Führungsaufgabe. Gemeint ist sowohl der Umgang mit KI-Werkzeugen als auch die Bewertung von Ergebnissen auf Relevanz sowie das Eingreifen bei Fehlern. Die technische Fähigkeit allein wird nicht als ausreichend beschrieben; die Beurteilung, wann und wie eingegriffen werden muss, soll dauerhaft relevant bleiben.

Im österreichischen Handbuch „KI im Unternehmen“ werden EY und mehrere EY-Autorinnen und -Autoren als Beteiligte genannt. Bei einer Fachtagung zum Handbuch lieferte EY Use Cases; konkrete Inhalte dieser Anwendungsfälle werden im vorliegenden Material jedoch nicht erläutert.

Ergebnisse

Die konkret bezifferten Resultate stammen aus den von EY beschriebenen Kundenbeispielen Lion und Daikin. Bei Lion nennt EY 75 % schnellere Kundenreaktionen sowie rund 30 % verbesserte Betriebskosten in der Personalfunktion. Bei Daikin werden eine um etwa 30 % beschleunigte Umsetzung, 10 % mehr Effizienz an Schaltern und ein um 20 % schnellerer Finanzabschluss genannt.

Die CEO-Befragung von EY umfasste 1.200 CEOs aus 21 Ländern und wurde im August und September durchgeführt. 48 % der Befragten gaben an, zusätzliche Kapazität für Wachstum, Innovation und Transformation einzusetzen. 23 % erklärten dagegen, Produktivitätsverbesserungen würden durch operative Komplexität, regulatorische Anforderungen, Risikomanagement und zusätzliche Arbeitsanforderungen aufgezehrt.

Einordnung

Die Quellen beschreiben EY vor allem als Beratungs- und Umsetzungspartner für KI-gestützte Arbeitsabläufe, Qualifizierung und die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern. Die genannten Leistungs- und Kosteneffekte beziehen sich auf Lion und Daikin und werden von EY berichtet. Die Auszüge enthalten keine weitergehenden Angaben zu eingesetzten Modellen, konkreten Softwareprodukten oder zur Dauer der jeweiligen Projekte.


Quellen

Unabhängig belegt

Von einer unabhängigen Quelle (Redaktion/Dritter) berichtet, nicht nur vom Unternehmen oder KI-Anbieter.

KI Cases fasst öffentlich berichtete Einsätze neutral zusammen und verlinkt die Originalquellen. Maßgeblich ist die jeweilige Quelle.


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